Das geht ins Geld: mehr Bio im Otto / Umweltschutz kommt Autofahrer teurer zu stehen als nötig
Die Politik will dem Autofahrer wieder einmal unverfroren in den Geldbeutel greifen. Nach Plänen der Bundesregierung soll der Biosprit-Anteil im Otto-Kraftstoff auf zehn Prozent angehoben werden. Dies ist nach Ansicht des ADAC grundsätzlich zu befürworten, solange dies nicht zu Motorschäden führt. Denn derartigen Kraftstoff vertragen viele Motoren nicht. Die meisten verkraften nur eine geringe Biobeimischung von fünf Prozent. Kraftstoff mit dieser Quote soll für einen millionenfachen Fahrzeugbestand dann nur noch in der bis zu sieben Cent teureren Superplus-Version angeboten werden. „Diese Pläne empfinden wir als einen ungenierten und dreisten Versuch, unter dem Deckmantel der Umweltfreundlichkeit das Autofahren immer weiter zu verteuern“, so ADAC-Präsident Peter Meyer. „Bei diesem Thema haben Politik, Landwirtschaft, Hersteller und Mineralölwirtschaft Hand in Hand gearbeitet und der Autofahrer muss die Zeche bezahlen, das ist unerträglich.“
Der Club wendet sich deshalb entschieden gegen die Pläne der Bundesregierung, von der nach heutigen Erkenntnissen viele Autofahrer betroffen sein werden. Eine solche Maßnahme passt nicht in eine Zeit, in der der Benzinpreis täglich neue Rekordmarken erreicht. Auch der ADAC spricht sich für umweltfreundlichere Autos und weniger CO2-Ausstoß durch einen höheren Biosprit-Anteil aus. Aber die Fahrzeuge müssen den umweltverträglichen Sprit problemlos verarbeiten können.
Der Versuch, unter dem Vorwand der Umweltfreundlichkeit die Autofahrer zu nötigen, neue Autos zu kaufen oder teuren Sprit zu tanken, den sie gar nicht bräuchten, ist nach Ansicht des ADAC in Zeiten ständig steigender Autokosten geradezu unverschämt. Solange nicht alle Fahrzeuge den Kraftstoff mit dem erhöhten Bioethanolanteil vertragen, müssen die heute gängigen Sorten weiter vorgehalten werden. Und zwar zu Preisen, die nicht künstlich angehoben wurden. Von den Autoherstellern fordert der ADAC, dass sie bis spätestens Ende 2008 ihre Fahrzeuge überprüfen und klare Aussagen zur Biospritverträglichkeit machen.
Quelle (lifePR)