Limburg – Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A3 bei Limburg hat in der Nacht zum Dienstag ein Menschenleben gefordert. Nachdem ein 65-jähriger Autofahrer zunächst mit einem Kleintransporter kollidiert war, stieg er aus seinem quer auf der Autobahn stehenden Wagen aus. Kurz darauf prallte ein weiteres Auto gegen das Unfallfahrzeug. Der 65-Jährige wurde dabei überfahren und tödlich verletzt.
Der folgenschwere Unfall ereignete sich in der Nacht von Montag auf Dienstag, 5. auf den 6. Oktober 2026, gegen 23.55 Uhr auf der A3 in Fahrtrichtung Köln.
Die Unfallstelle befand sich kurz vor der Anschlussstelle Limburg-Süd.
65-Jähriger fährt auf Kleintransporter auf
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Polizei war der 65-Jährige mit einer Mercedes C-Klasse auf der A3 unterwegs.
Kurz vor Limburg-Süd fuhr er auf den Kleintransporter eines 33 Jahre alten Fahrers auf.
Durch die Kollision wurde der Wagen des 65-Jährigen gedreht und kam schließlich quer zur Fahrtrichtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen zum Stillstand.
Fahrer steigt nach Unfall aus
Nach der ersten Kollision verließ der 65-Jährige sein Fahrzeug.
Er hielt sich anschließend am Heck seines Autos zwischen dem Wagen und der Mittelschutzplanke auf.
Genau in diesem Moment näherte sich ein weiterer Mercedes mit Münchener Kennzeichen auf dem linken Fahrstreifen.
Nach Angaben der Polizei erkannte dessen Fahrer das quer auf der Autobahn stehende Unfallfahrzeug zu spät.
65-Jähriger wird tödlich verletzt
Der nachfolgende Mercedes kollidierte mit dem quer stehenden Wagen.
Dabei wurde der außerhalb seines Autos befindliche 65-Jährige überfahren.
Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Er erlitt bei der Kollision tödliche Verletzungen.
Warum der Fahrer des nachfolgenden Autos das Hindernis nicht rechtzeitig erkannte, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Vier weitere Menschen verletzt
In dem Mercedes mit Münchener Zulassung befanden sich insgesamt vier Personen.
Alle vier Insassen wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Rettungskräfte brachten sie zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
Die beiden Insassen des zuvor beteiligten Kleintransporters blieben nach Angaben der Polizei unverletzt.
A3 fast sechs Stunden vollständig gesperrt
Für die Rettungsmaßnahmen, die umfangreiche Spurensicherung und die anschließenden Bergungsarbeiten musste die A3 zwischen Bad Camberg und Limburg-Süd in Fahrtrichtung Köln vollständig gesperrt werden.
Trotz der langen Sperrung hielten sich die Auswirkungen auf den Verkehr aufgrund des geringen nächtlichen Verkehrsaufkommens vergleichsweise in Grenzen.
Vor der Unfallstelle bildete sich ein rund zwei Kilometer langer Stau.
Die Autobahnmeisterei leitete den ankommenden Verkehr bereits an der Anschlussstelle Bad Camberg von der A3 ab.
Erst nach knapp sechs Stunden konnte die Vollsperrung wieder aufgehoben werden.
Rund 100.000 Euro Sachschaden
Neben dem Todesopfer und den vier Leichtverletzten entstand bei dem Unfall erheblicher Sachschaden.
Die Polizei beziffert den Gesamtschaden nach einer ersten Schätzung auf rund 100.000 Euro.
Die weiteren Ermittlungen sollen nun insbesondere den genauen Ablauf der beiden unmittelbar aufeinanderfolgenden Kollisionen klären.
Quelle: Polizeipräsidium Westhessen / Polizeiautobahnstation Wiesbaden, 6. Oktober 2026
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