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Verteidigungsminister zu Guttenberg am Ende? Die Pressekommentare werden eindeutiger

Feb 22, 2011

Nicht nur politische Gegner von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg fordern mittlerweile seinen Rücktritt, immer mehr Kommentare quer durch die deutsche Presselandschaft gehen in eine eindeutige Richtung. Der Minister ist in seinem Amt nicht mehr haltbar.

So schreibt die „Mitteldeutsche Zeitung“ in ihrer Mittwochsausgabe, dass das Vergessen von Fußnoten kein Kavaliersdelikt darstelle. Es ist ein Verstoß gegen den Kern wissenschaftlicher Arbeitsregeln und das seien Regeln, die jeder Student im ersten Semester beigebracht bekommt.

Die „Ostsee-Zeitung“ wird noch deutlicher sie fordert zu Guttenberg mit deutlichen Worten zum einzig richtigen Schritt „…Herr Minister! Treten Sie zurück!“. Er habe nicht nur dreist, sondern auch systematisch betrogen. Jetzt versuche er noch das Ganze möglichst klein zu halten und auszusitzen, gemessen an seinen eigenen Ansprüchen an Wahrhaftigkeit ist er als Minister längst gescheitert.

Die „Rheinische Post“ spricht von zu Guttenberg als Minister mit Makel, den er nur schwer wieder ausmerzen kann. Als gefährlich bezeichnet die Zeitung auch die Haltung von Angela Merkel, die versucht die Plagiat-Affäre ihres Ministers als seine Privatsache abzutun und das, wo sogar ein Amtsmissbrauch im Raume steht, da zu Guttenberg eventuell den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages zur Erstellung seiner Doktorarbeit nutzte.

Die „Neue Presse Hannover“ spekuliert allerdings das der Minister mit seiner Masche möglicherweise sogar durchkommen kann und im Amt bleibt, das haben schon andere vor ihm geschafft. Allerdings bezeichnet man hier die Sache auch ganz offen als Betrug. Jeder der jemals eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben habe wisse ganz genau, dass man nicht über 100 Mal aus Versehen vergisst eine Quellangabe zu machen.

Die Union und zu Guttenberg versuchen die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen schreibt die „Neue Westfälische“. Vor allem ist man dort empört, dass gefallene Soldaten dafür instrumentalisiert werden, um den Minister aus der Schusslinie seiner persönlichen Verfehlung zu bringen, das ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit und ein ebenso großer Skandal, wie die Plagiats-Affäre. Merkels Krisenmanagement wird auch hier abgewatscht, es sei eine dreiste Verhamlosung von ihr zu sagen, die Sache sei nicht so schlimm, denn sie habe schließlich einen Verteidigungsminister eingestellt und keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter. Alles nur um den im Volk so beliebten Politiker im Kabinett nicht zu verlieren.

Der von zu Guttenberg erhoffte Befreiungsschlag, in dem er beinahe generös auf seinen Doktortitel verzichte, bezeichnet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ als Rohrkrepierer. Seine Erklärung er habe den Überblick verloren und deshalb nicht mehr sauber zwischen eigenen und fremden Gedanken unterschieden nimmt man hier gerade als Argument ihn als Minister sofort abzuberufen. Ein Verteidigungsminister, der unter Druck den Überblick verliert und dann falsche Entscheidungen treffe wird zur Gefahr für unsere Soldaten.

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