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Stiftung Sozialwerk St. Georg: Hilfe für Menschen von nebenan

Dez 14, 2009

„Frei – Luft – Werken“: Spendenaufruf für Menschen mit Behinderung in Gelsenkirchen

Am 11. Dezember 2009 hat sich die Stiftung Sozialwerk St. Georg in Gelsenkirchen der Bevölkerung vorgestellt. Vorsitzender Werner Cordes: „Wir fördern Projekte für Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung oder Suchterkrankung in weiten Teilen des Ruhrgebiets. Heute rufen wir dazu auf, unser Projekt ‚Frei – Luft – Werken‘ in Gelsenkirchen zu unterstützen. Hier wollen wir für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen einen Arbeitsplatz im Freien einrichten, an dem sie Skulpturen aus Stein oder Holz schaffen können.“ Das Spendenkonto der Stiftung Sozialwerk St. Georg: Bank im Bistum Essen eG, Konto 10 221 013, BLZ 360 602 95 – Stichwort im Verwendungszweck: „Skulptur“.

Die Stiftung Sozialwerk St. Georg ruft Bürger, Unternehmen und Organisationen unter dem Motto „Hilfe für Menschen von nebenan“ auf, die Stiftung insbesondere durch Spenden, Zustiftungen und Nachlässe zu unterstützen, denn nicht immer stehen die erforderlichen oder wünschenswerten öffentlichen Mittel zur Verfügung. Hier springt die im Jahr 2002 gegründete Stiftung ein. Sie soll die vielfältigen sozialen und mildtätigen Aufgaben des Sozialwerk St. Georg e. V. unterstützen und langfristig absichern. Werner Cordes, ehrenamtlicher Stiftungsvorsitzender: „Damit soll eine höhere Kontinuität und Planungssicherheit für die Verwirklichung der gemeinnützigen Zwecke erreicht werden.“

Zum aktuellen Spendenprojekt: Im Wohnheim des Wohnverbunds „Carpe Diem“ an der Magdeburger Straße in Gelsenkirchen leben 24 Menschen mit multiplen Beeinträchtigungen, höchstem intensiven Betreuungsbedarf und häufig herausfordernden Verhaltensweisen. „Gerade bei dieser Zielgruppe geht es darum, eine vielfältige intensive Tagesstruktur anzubieten“, sagt Werner Piekarek, Geschäftsführer des Sozialwerks St. Georg Ruhrgebiet, „die bisherigen Möglichkeiten der internen Tagesstätte sind aber begrenzt.“

Vor allem ein neuer Arbeitsplatz im Freien für Steinmetz-Arbeiten – ein Novum im Sozialwerk – hat Priorität, an dem die Menschen mit Behinderung Steinskulpturen erschaffen können, der aber auch für Holzbearbeitung geeignet wäre. „Die Projektidee ‚Frei – Luft – Werken'“, sagt Einrichtungsleiter Rolf Domnik-Kubata, „haben wir nach Rückmeldungen und Wünschen unserer Bewohner entwickelt. Es käme vielen Klienten sehr entgegen, sich körperlich abzuarbeiten – und sie könnten dabei auch noch etwas herstellen.“

Auch die Bevölkerung kann davon profitieren und Stein- oder Holzarbeiten in Auftrag geben. Auf den fertigen Skulpturen könnte, wenn gewünscht, eine Plakette mit dem Namen des Förderers als Dank für die Unterstützung anbringen. „Interessierte können sich die Skulptur natürlich auch zum Beispiel aufs Firmengelände oder in den eigenen Garten stellen!“, bietet Rolf Domnik-Kubata an.

Werner Piekarek ist von den Vorteilen des Konzepts überzeugt: „Wir haben ausgebildete Therapeuten, die den Umgang mit verschiedenen Materialien gelernt haben. Vielleicht können wir aber auch einen Steinmetz oder einen Künstler gewinnen, der uns in diesem Bereich unterstützt.“

Kosten entstehen für die Einrichtung des Arbeitsplatzes, aber auch für den Kauf und den Transport der großen Steinblöcke und für Arbeitsmaterial. Hier einige Beispiele für die benötigten Gegenstände: Schutzkleidung: ab 10 Euro – Werkzeuge: je 50 Euro – der Arbeitstisch: 500 Euro – ein Pavillon: 1.000 Euro. „Und dafür brauchen wir Ihre Unterstützung“, appelliert Stiftungsvorsitzender Werner Cordes an die Menschen in Gelsenkirchen und Umgebung. Die Menschen an der Magdeburger Straße freuen sich über jede Unterstützung, damit sie schon bald „Frei – Luft – Werken“ können…

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INFO: „Beutreuung & Behandlung“ im Wohnverbund „Carpe Diem“
Angebote: Wohnheim für 24 Menschen mit Behinderung in vier Wohngruppen à sechs Personen, Betreutes Einzelwohnen und Tagesstätte
Betreuung und Behandlung bietet Lebensraum für erwachsene Menschen mit komplexer psychischer Behinderung.

Wohnen & Leben: Betreuung und Behandlung begreift sich als gemeindenahes Angebot für Menschen, die aufgrund der Schwere ihrer psychischen Behinderung, der sich daraufhin ausgeprägten massiven Verhaltensauffälligkeiten und eines mittel- bis langfristigen, umfangreichen Hilfebedarfs auf stationäre Wohnhilfe angewiesen sind. Unser Angebot schließt die Versorgungslücke zwischen stationärer Wohnhilfe und Klinikbehandlung.
Arbeit & Beschäftigung: Das Betreuungskonzept sieht eine Teilnahme der Bewohnerinnen und Bewohner an den Beschäftigungsangeboten der internen Tagesstruktur vor. Das Angebot gestaltet sich aus den Bereichen Ergo-, Kunst- und Musiktherapie.
Weitere Angebotsschwerpunkte: Alltag & Freizeit und Begleitung & Betreuung.
Weitere Informationen/Kontakt:

> Einrichtungsleiter Rolf Domnik-Kubata, Tel. 0209 4027620 / 0173 2723208; R.Domnik-Kubata@sozialwerk-st-georg.de

> Geschäftsführer Werner Piekarek, Tel. 0209 7004-801 / 0171 2642623; R.Piekarek@sozialwerk-st-georg-de

Internet: www.sozialwerk-st-georg.de/ueber-uns/unternehmensbereiche/region-ruhrgebiet/einrichtungen/einrichtung/finder/einrichtungen/standorte/standort/192/

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Prämierter WDR-Film „Hotel zur lockeren Schraube“: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat den Kölner Filmemacher Marko Rösseler mit dem LWL-Sozialpreis 2008 ausgezeichnet. Seine TV-Reportage portraitiert das Leben der Wohngemeinschaft von psychisch behinderten Menschen des Sozialwerks St. Georg an der Magdeburger Straße in Gelsenkirchen.

Die Stiftung Sozialwerk St. Georg fördert Projekte des Sozialwerks St. Georg e. V. für Menschen mit Behinderung. Das Sozialwerk St. Georg e. V. mit Sitz in Gelsenkirchen ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen mit Einrichtungen und Diensten in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens. Rund 2.100 Mitarbeitende unterstützen und fördern in rund 3.600 Betreuungsverhältnissen Menschen mit geistiger Behinderung, psychischer Erkrankung oder sozialen Schwierigkeiten. Die Angebote der 50 Einrichtungen und 25 ambulanten Anlaufstellen umfassen die Bereiche Wohnen, Arbeit und Freizeit. Der Grundsatz lautet dabei „ambulant vor stationär“. Das Ziel des Sozialwerks unter dem Leitsatz „Nicht für, sondern mit Menschen arbeiten“ ist eine verstärkte Teilhabe der Menschen mit Behinderung am öffentlichen Leben und ihre Integration in die Gesellschaft.
Die Arbeit der Stiftung kann unterstützt werden durch eine steuerlich absetzbare Spende an die Stiftung Sozialwerk St. Georg, Bank im Bistum Essen eG, Konto 10 221 013, BLZ 360 602 95 oder Volksbank Schmallenberg eG, Konto 15 001 700, BLZ 460 628 17.

Weitere Informationen: www.stiftung-st-georg.de / www.sozialwerk-st-georg.de
Stiftung Sozialwerk St. Georg
Stefan Kuster
Emscherstraße 42
45891
Gelsenkirchen
s.kuster@sozialwerk-st-georg.de
0209/7004-205
http://www.sozialwerk-st-georg.de

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