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Die Zerstörung Roms: Wie der Künstler Yadegar Asisi 300 Menschen dazu animierte, im Asisi Panometer in Leipzig sein Kunstwerk zu zerstören

Feb. 2, 2009

Was für eine Veranstaltung: ein Gewimmel aus durchsichtigen Regencapes, auf dem Rücken ist Asisi zu lesen, und grüne Farbkleckse überall: Rund 300 Menschen folgten am Sonntagabend Abend dem Aufruf des Berliner Panoramakünstlers Yadegar Asisi und erlebten im Asisi Panometer in Leipzig den offiziellen Abschluß seines gigantischen 360°-Panoramas „Rom 312“. Die geladenen Gäste konnten dem Zerschneiden und Zerreißen des Panoramas bei einer spektakulären Lichtshow zuschauen und mit Farbpistolen sowie Schutzanzügen bewaffnet mithelfen, das weltgrößte Panorama mit grüner Farbe zu bespritzen. Mit der Inszenierung eines multimedialen Happening verabschiedete Asisi seine rund 3 Jahre dauernde Panoramaausstellung und rückte damit den Moment der Betrachtung in den Vordergrund. Yadegar Asisi hatte sich bewusst für die Zerstörung des Gemäldes entschieden und wirft damit auch die Frage nach dem eigentlichen Kunstwert eines digitalen Panoramagemäldes auf: Was ist das Kunstwerk, die Datei vs. Gemälde auf 3.000 qm Stoff? Asisi zu seiner Intention: „Das Gemälde wurde von mir für diesen Raum und diese Zeit geschaffen. Nicht das Stück bedruckter Stoff ist mein Kunstwerk, sondern das Seherlebnis beim Betrachten meines Panoramas. Wie bei einer Theaterinszenierung ist dies eine Momentaufnahme und immer wieder neu erfahrbar. Ich verabschiede mich damit von meinem Gesamtkunstwerk als Seherlebnis.“

Ebenfalls mit Farbpistole bewaffnet und umringt von einer Herrscharr von Fotografen und Kameraleuten zeigte sich Asisi begeistert von dem Happening: „Man kann vorher nie wissen, ob die Leute mitmachen und wie es wird. Ich wollte das Kind in den Menschen wecken, und es ist gelungen!“ Und die geladenen Gäste und rund 70 Journalisten halfen vergnüglich mit, Rom zu verabschieden. „Das ist ein ganz tolles Gefühl heute Abend mit Asisi dabei zu sein, wie Rom im Panometer verschwindet. Ich habe die Ausstellung mehrere Male gesehen und bin auch ein wenig wehmütig, freue mich aber sehr auf Asisis kommende Panoramashow“, so einer der Gäste des Happenings.

Mit der Zerstörung des Panoramas wurde nicht nur das Rom-Projekt verabschiedet, sondern gleichzeitig das neue Panoramaprojekt AMAZONIEN zu Ehren von Humboldt willkommen geheißen. So wählte Asisi bewusst die Farbe Grün für die Farbzerstörung und den Ausklang mit tropischen Urwaldgeräuschen. Der bekannte DDR-Schauspieler Christian Steyer zitierte Texte von Alexander von Humboldt und unterstrich die Bedeutung von AMAZONIEN als Hommage an den großen deutschen Forscher.

Rund 600.000 Menschen sahen in den vergangenen 3 Jahren das Rundgemälde im Asisi Panometer in Leipzig. Nach einer kurzen Umbauphase eröffnet Asisi am 28. März das neue weltgrößte 360°-Panorama AMAZONIEN, sein Zauberbild der Natur. Zum 150. Todesjahr des Amazonasforschers Alexander von Humboldt zeigt Asisi dann auf 106 Metern Länge mal 30 Metern Höhe die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt des Amazonasgebietes.

AMAZONIEN – Yadegar Asisis Zauberbild der Natur zum Humboldt-Jahr. Ab 28. März 2009 im Asisi Panometer in Leipzig. www.asisi.de.

Ansprechpartner:

Frau M.A. Diana Salow
Telefon: +49 (30) 6958086-12
Fax: +49 (30) 6958086-29
Zuständigkeitsbereich: PR Referentin
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Quelle (lifePR)

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