Etatkürzung + Helmpflicht = weniger Radfahrer

ADFC fordert sinnvolle Maßnahmen zur Verkehrssicherheit

Radfahren ist einfach, sicher und macht Spaß. Durch eine Helmpflicht oder andere Kampagnen, die überzogene Ängste vor den Gefahren des Radfahrens schüren, werden unnötige Hemmnisse gegenüber der Nutzung des Fahrrades aufgebaut. Sowohl das Bundesverkehrsministerium als auch der Bundestag haben die Forderung nach einer gesetzlichen Helmpflicht mehrfach zurückgewiesen. Dennoch hat der Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU) das Thema nun wieder unnötigerweise auf die Tagesordnung gebracht.

„Der Minister kennt Radfahren offensichtlich nicht aus eigenem Erleben, denn sonst würde er solche Forderungen nicht stellen“, sagt Horst Hahn-Klöckner, Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Die Einführung der Helmpflicht in Australien führte zum Beispiel zu einem dramatischen Rückgang des Radverkehrs. Die Zahl der Kopfverletzungen sank zwar absolut, nahm im Verhältnis zur Zahl der Radfahrer aber zu. Durch die Helmpflicht stieg also das individuelle Verletzungsrisiko für die verbliebenen Radfahrer.

„Wer die Sicherheit für alle Radfahrer nachhaltig erhöhen will, muss deshalb für mehr und nicht für weniger Radverkehr sorgen“, sagt Hahn-Klöckner. Dazu müsse Ramsauer die angekündigte Kürzung der Bundesmittel für den Radverkehr für 2012 von 80 auf 60 Millionen wieder zurücknehmen und die Einführung von technischen Sicherheitssystemen wie Abbiegeassistenten für Lkw, Außen-Airbags und Türöffnungs-Warnern fördern. Das fordert der ADFC in seiner Kampagne „Überlebenstechnik“, Informationen dazu unter www.adfc.de/ueberlebenstechnik.

Hahn-Klöckner: „Damit Ramsauer nicht weiter seine fahrradfeindliche Politik machen kann, braucht es eine starke Fahrradlobby. Werden Sie deshalb jetzt ADFC-Mitglied! Sie haben die Wahl: Wählen Sie blau-orange für selbstbestimmtes Fahrradfahren!“ Informationen zur ADFC-Mitgliedschaft gibt es auf www.adfc.de/mitgliedwerden.

Quelle lifePR

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