Nach den Warnungen vor manipulierten Halloween-Süßigkeiten haben sich mehrere gemeldete Fälle als vorgetäuscht herausgestellt. In Bayern und Niedersachsen räumten Kinder ein, die Gegenstände selbst in Schokoriegel gesteckt zu haben. Andere Verdachtsfälle werden weiterhin untersucht.
In Neuburg an der Donau gab eine Achtjährige zu, den vermeintlichen Fund eines mit einem Nagel präparierten Schokoriegels erfunden zu haben. Die Polizei stellte die Ermittlungen ein. Nach Angaben eines Polizeisprechers erklärte das Mädchen, einem Trend in sozialen Netzwerken gefolgt zu sein. Eine konkrete Plattform oder einen Namen des Trends nannte der Sprecher nicht.
Auch in Mittelfranken und im unterfränkischen Eibelstadt wurden entsprechende Fälle aufgeklärt. In Mittelfranken hatte eine Mutter zunächst Anzeige erstattet. Nachdem ihr Kind eingeräumt hatte, die Nadel selbst in die Süßigkeit gesteckt zu haben, informierte sie erneut die Polizei. In Eibelstadt bestätigte ein Kind ebenfalls, den Fund inszeniert zu haben.
Die Polizei Stade gab am 6. November Entwarnung für einen dort gemeldeten Fall. Ein Junge hatte die Nadel selbst in einen Schokoriegel gesteckt. Da keine weiteren Meldungen vorlagen, gab es nach Angaben der Polizei im Landkreis keinen bestätigten Fall von entsprechend präparierten Halloween-Süßigkeiten.
Welche Rolle soziale Netzwerke bei den Vorfällen spielen, ist noch nicht abschließend geklärt. Der WDR berichtete über mögliche Nachahmungseffekte durch verbreitete Warnvideos. Die aufgeklärten Inszenierungen erlauben jedoch keine pauschale Entwarnung für andere Orte. Die Polizei bittet darum, verdächtige Funde zu melden und unbestätigte Warnungen nicht ungeprüft weiterzuverbreiten.
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