Sechs Späti Paintings von Elif Saydam bereichern die Sammlung der Nationalgalerie der Gegenwart
In einem feierlichen Festakt wurde am Freitag, den 30. Oktober 2026, der diesjährige Tiemann-Preis im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin übergeben. Der mit 50.000 Euro dotierte Ankaufspreis der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung ging in seiner vierten Vergabe erstmals an ein Berliner Museum. Mit der Auszeichnung konnte der Hamburger Bahnhof sechs Werke der in Berlin lebenden Künstlerin Elif Saydam aus der Serie „Späti Paintings“ (2021–2025) für seine Sammlung erwerben.
Die Preisverleihung fällt in ein besonderes Jahr für das Museum: 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen. Der durch den Tiemann-Preis ermöglichte Ankauf stärkt die Sammlung um eine künstlerische Position, die sich mit gesellschaftlichen Veränderungen, kultureller Identität und dem urbanen Leben auseinandersetzt.
Die sechs erworbenen Arbeiten von Elif Saydam sind Teil der Sammlungspräsentation „Tausendmal Berlin“, die seit Juni 2026 zu sehen ist. In ihren „Späti Paintings“ beschäftigt sich Saydam mit alltäglichen Orten und kulturellen Begegnungen im städtischen Raum. Dabei rückt sie mit den Berliner Spätkauf-Läden einen besonderen Teil der Stadtkultur in den Mittelpunkt: Orte, die weit mehr sind als Einkaufsmöglichkeiten und als soziale Treffpunkte das vielfältige Leben der Hauptstadt prägen. Die Werke verbinden unterschiedliche malerische Techniken und Materialien mit Fragen nach Zugehörigkeit, gesellschaftlicher Teilhabe und urbaner Identität.
Die unabhängige fünfköpfige Fachjury würdigte die künstlerische Qualität der Werkgruppe und ihre überzeugende Einbindung in die Sammlung des Hamburger Bahnhofs. Mit dem Ankauf werden die Arbeiten dauerhaft Teil des Museumsbestands und damit langfristig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Im Vorfeld der feierlichen Preisverleihung fand ein öffentliches Künstlergespräch mit Elif Saydam und der Kuratorin Charlotte Knaup statt, das Einblicke in die künstlerische Praxis und die neu erworbenen Werke eröffnete.
Ein Preis mit Weitblick
Der Tiemann-Preis, der mit 50.000 Euro dotiert ist, wird seit 2023 jährlich von der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung vergeben. Ziel ist es, Museen zu unterstützen und herausragende künstlerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury ohne Mitsprache der Stifter.
Die Jury des Tiemann-Preises 2026 bestand aus:
– Christiane Mennicke-Schwarz, Kunsthaus Dresden
– Dr. Kathleen Reinhardt, Georg Kolbe Museum Berlin
– Milan Ther, Kunstverein in Hamburg
– Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Leipzig/München
– Moritz Wesseler, Fridericianum Kassel
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Über den Tiemann-Preis:
Der Tiemann-Preis ist ein außergewöhnlich hoch dotierter Ankaufspreis und in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Preisträger war im vergangenen Jahr das Museum Marta Herford mit Werken von Kerstin Brätsch, 2024 das Kunstmuseum Magdeburg mit Werken von Özlem Altın. Im Jahr 2023 erhielt das Museum Folkwang in Essen erstmalig das Preisgeld für den Ankauf von Werken von Armin Boehm.
Weitere Informationen unter: https://www.tiemann-preis.de/
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Kontakt
mehnert / paris GmbH
Manuela Mehnert
Salzufer 15–16
10587 Berlin
030 863 29 96 – 0

https://www.mehnertparis.com/
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