Recht & Polizeimeldungen

Schwefelwasserstoff in Forschungsgebäude vermutet – Feuerwehr rückt mit Chemikalienschutzanzügen an

Stuttgart – Ein möglicher Austritt von Schwefelwasserstoff hat am Montagabend einen größeren Gefahrstoffeinsatz in einem Forschungsgebäude in Stuttgart-Vaihingen ausgelöst. Feuerwehrleute betraten das Gebäude unter Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen. Vor dem Gebäude wurde vorsorglich ein Dekontaminationsplatz aufgebaut. Eine betroffene Person wurde vom Rettungsdienst untersucht, blieb jedoch unverletzt.

Der Gefahrstoffeinsatz begann am Montagabend, 28. September 2026, gegen 19.10 Uhr in einem Forschungsgebäude in der Straße Am Pfaffenwaldring in Stuttgart-Vaihingen.

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Mitarbeiter des Gebäudes hatten einen Gefahrstoffaustritt in einem Labor gemeldet.

Verdacht auf Schwefelwasserstoff

Aufgrund der dort verwendeten Chemikalien und der von den Mitarbeitern geschilderten Wahrnehmungen geht die Feuerwehr nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass geringe Mengen Schwefelwasserstoff in einem Labor freigesetzt worden sein könnten.

Die Einsatzkräfte gingen entsprechend vorsichtig vor.

Feuerwehrleute betraten das Forschungsgebäude in Chemikalienschutzanzügen und unter Atemschutz.

Im Gebäude wurden anschließend auch Messungen der Raumluft durchgeführt.

Dekontaminationsplatz vor dem Gebäude aufgebaut

Parallel zu den Arbeiten im Inneren richteten weitere Feuerwehrkräfte vor dem Forschungsgebäude einen Dekontaminationsplatz ein.

Dieser ermöglicht es, Einsatzkräfte nach einem möglichen Kontakt mit Gefahrstoffen kontrolliert zu dekontaminieren.

Zusätzlich stellte die Feuerwehr den Brandschutz an der Einsatzstelle sicher.

Eine Person vom Rettungsdienst untersucht

Eine Person galt im Zusammenhang mit dem Gefahrstoffaustritt als betroffen und wurde vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht.

Die gute Nachricht: Nach Angaben der Feuerwehr blieb die Person unverletzt.

Über weitere Betroffene berichtet die Feuerwehr in ihrer Mitteilung nicht.

Warum Schwefelwasserstoff gefährlich sein kann

Schwefelwasserstoff ist ein farbloses Gas, das bereits in niedrigen Konzentrationen durch seinen charakteristischen Geruch nach faulen Eiern auffallen kann.

In höheren Konzentrationen kann das Gas gesundheitsschädlich und schließlich lebensgefährlich werden. Entscheidend sind dabei unter anderem die Konzentration und die Dauer der Exposition.

Dass die Stuttgarter Feuerwehr mit Chemikalienschutzanzügen, Atemschutz und Messtechnik vorging, gehört deshalb zu den entsprechenden Schutzmaßnahmen bei einem zunächst nicht abschließend bewerteten Gefahrstoffaustritt.

Zahlreiche Feuerwehreinheiten gleichzeitig gebunden

Der Einsatz fiel in eine Phase, in der die Feuerwehr Stuttgart parallel noch mehrere weitere Einsätze im Stadtgebiet bewältigen musste.

Nach Angaben der Feuerwehr waren zeitweise alle fünf Feuerwachen der Berufsfeuerwehr sowie mehrere Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

Um weiterhin auf weitere Notfälle reagieren zu können, wurden zwei Wachen der Berufsfeuerwehr zusätzlich durch ehrenamtliche Feuerwehrkräfte besetzt.

Neben zahlreichen Einheiten von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr waren auch ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug eingebunden.

Weitere Erkenntnisse dazu, wie es zur mutmaßlichen Freisetzung des Schwefelwasserstoffs in dem Labor kam, enthält die erste Einsatzmeldung nicht.

Quelle: Feuerwehr Stuttgart, 28. September 2026

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