Recht & Polizeimeldungen

Falscher Sohn täuscht Corona-Notfall vor – Seniorin übergibt Bargeld und Gold im fünfstelligen Bereich

Mit einer besonders perfiden Betrugsmasche haben Kriminelle eine Seniorin in Schwelm um Bargeld und Gold im mittleren fünfstelligen Bereich gebracht. Ein Anrufer gab sich als ihr Sohn aus und behauptete, schwer an Corona erkrankt zu sein und dringend eine teure Behandlung zu benötigen.

Der Betrug ereignete sich am Freitag, 25. September 2026. Gegen 14 Uhr erhielt die Seniorin in der Straße Köttchen einen Anruf des vermeintlichen Sohnes.

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Angebliche Spritzen sollten mehr als 30.000 Euro kosten

Der Anrufer behauptete, sich im Krankenhaus zu befinden und dringend behandelt werden zu müssen. Wegen einer schweren Corona-Erkrankung benötige er drei spezielle Spritzen.

Eine dieser Spritzen würde angeblich mehr als 30.000 Euro kosten.

Die Seniorin geriet nach Angaben der Polizei in Sorge um ihren Sohn und glaubte die Geschichte.

Bargeld und Gold an Abholer übergeben

Kurze Zeit später übergab die Frau Bargeld und Gold im mittleren fünfstelligen Bereich an einen Mann.

Der Abholer gab sich als „Daniel Koch“ aus. Nach der Übergabe entfernte er sich in unbekannte Richtung.

Erst später bemerkte die Seniorin, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war.

Polizei veröffentlicht Beschreibung des Abholers

Der Mann wird als etwa 50 Jahre alt und ungefähr 1,65 Meter groß beschrieben. Er soll korpulent sein, vermutlich dunkle Haare und eine eher dunklere Haut haben.

Zur Tatzeit trug er eine karierte Jacke und sprach Deutsch.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zur Tat oder zu verdächtigen Personen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02333 9166-2100 entgegen.

Polizei warnt vor Betrugsanrufen

Die Polizei weist im Zusammenhang mit dem Fall noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass Ärzte, Anwälte oder Polizeibeamte am Telefon kein Geld oder Wertgegenstände für ihre Arbeit verlangen.

Wer einen entsprechenden Anruf erhält, sollte auflegen und über die 110 die Polizei verständigen. Zudem empfiehlt es sich, den angeblich betroffenen Angehörigen selbst zu kontaktieren und die Geschichte zu überprüfen.

Quelle: Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis

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