Historische Studie belegt Jubiläum
Derzeit ist der Hamburger Elbwald ein großes Thema in der Presse: Die Wirtschaftsbehörde und die Hamburg Port Authority (HPA) planen, die rund 350 Bäume im Industriegebiet Finkenwerder zugunsten umstrittener neuer Containerterminals zu fällen. Ein breites Bündnis aus den Bereichen Umweltschutz, Wirtschaft und Politik lehnen diese Pläne ab und haben eine – kurz vor dem erfolgreichen Abschluss stehende – Volkspetition gegen die Rodung initiiert. Darüber hinaus fordert die Initiative, das 24 Hektar große Brachland hinter den Bäumen am Elbufer mit rund 3.000 Bäumen zu einem Stadtwald aufzuforsten.
Im Rahmen dieser Kampagne wurde die Geschichte des Elbwaldes erforscht. Dabei kamen interessante Fakten zum Vorschein: Vor exakt einhundert Jahren, im Jahr 1926, haben Hamburger Kaufleute am Bubendey-Ufer 100 Pappeln pflanzen lassen, um ein optisches und akustisches Schutzschild gegen den damals dort angesiedelten Petroleumhafen (siehe Foto von 1924) mit seinen zahlreichen Öltanks zu schaffen.
Dies wurde Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts durch Jürgen „Fiffi“
Schaper fortgesetzt. Schaper, der langjähriger Vorsitzender des Hamburger Segel-Verbandes, pflanzte eigenhändig weitere 300 Pappeln an. Anlässlich des 100jährigen Geburtstages wird der der Verein Elbwald retten im Herbst eine Dokumentation zur Geschichte dieser grünen Lunge des Hamburger Hafens veröffentlichen, um einen Beitrag dazu leisten, das wertvolle Biotop zu erhalten.
Initiative zum Schutz und zur Aufforstung des Elbwaldes
Kontakt
Verein Elbwald retten
Franz Hermann
Elbchaussee 13
22765 Hamburg
+49 40 30742065

https://www.elbwaldretten.de
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