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Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

Jan 30, 2009

„Jetzt sind die Türen für die Zukunft geöffnet“

Der heute vom Vorsitzenden des Beirats zur „Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs und des Begutachtungsverfahrens in der Pflege“ an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt übergebene Bericht bedeutet nach Ansicht des Geschäftsführers der contec Gesellschaft für Organisationsentwicklung mbH, Detlef Friedrich, einen einschneidenden und zukunftsweisenden Paradigmenwechsel in der Versorgung Pflegebedürftiger. Vor allem die vorgeschlagene Neugestaltung von nunmehr fünf statt bisher drei Pflegestufen sowie die Hinwendung von der verrichtenden zur präventiven Pflege mit der Intention gestärkter Selbstständigkeit und Teilhabe Pflegebedürftiger erfordert allerdings in vielen Fällen ein Umdenken unternehmerischer Strategien für das Leben und Wohnen pflege- und unterstützungsbedürftiger Menschen. „Hier liegt die Chance, neue Wohn- und Lebenskonzepte zu entwickeln und eine kompetente Beratung zur Wahrung der Selbstständigkeit anzubieten. Garant für eine stabile Marktpositionierung müssen zukunftsorientierte Unternehmen die Arbeitsfelder Prävention und Rehabilitation in die Versorgung integrieren.
„Die Um- und Neugestaltung der Wohn- und Pflegelandschaft ist eine der wesentlichen Aufgaben der Zukunft. Diese können sowohl wirtschaftlich als auch im Hinblick auf die Erneuerung der Versorgungsstrukturen nur gemeinsam erfolgreich gelöst werden“, so der contec-Geschäftsführer. Insbesondere würden sich durch die Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes Chancen für die Weiterentwicklung neuer Wohnformen bieten. Die Stärkung von Wohngemeinschaften, deren Bewohner selbstbestimmt im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit pflegerischer Unterstützung und Beratung an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können, bezeichnete Friedrich als wesentlichen Gewinn der Neuorientierung. Hier liege ein weiteres wesentliches Potenzial gerade im Altenpflegebereich. Die bisher bundesweit bereits erfolgreich praktizierten Ansätze würden durch die politisch gestützte Initiative nunmehr nachhaltig gestärkt und seien zugleich eine gesellschaftlich existenziell relevante Perspektive.
Für die Unternehmen gelte es nun, den Herausforderungen der demografischen Entwicklung ebenso wie der Tatsache Rechnung zu tragen, dass, wie es Gohde anlässlich der Berichtsübergabe ausgedrückt hatte, „zunächst die Belastung der Pflegekräfte insgesamt vermutlich höher sein wird“. Zu klären bleibt auch, wie sich das neue Verfahren auf die Schnitt stellen zwischen Pflegeversicherung und Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen auswirkt.
In diesem Zusammenhang begrüßte Friedrich ausdrücklich die Ankündigung des Beiratsvorsitzenden, in den bis Ostern dieses Jahres angekündigten Umsetzungsvorschlägen auch die vermehrten Personalbedarfe einzubeziehen. Ohne diese Unterstützung sei die Arbeit der Pflege- und auch der Führungskräfte in den Unternehmen der Altenpflege unter den geänderten Voraussetzungen kaum mehr zu leisten. Friedrich regte erneut die Beteiligung aller in der Pflege tätigen Kräfte zu einem Aktionsbündnis an, das jetzt beste Chancen habe, pflege-politische Weichen zu stellen, denn „der neu gefasste Pflegebedürftigkeitsbegriff einschließlich des neuen Begutachtungsverfahrens führen zu einem veränderten Blick auf hilfeund pflegebedürftige Menschen und damit auch zu einer besseren Pflege. Jetzt sind die Türen für die Zukunft geöffnet.“ Darüber hinaus kann eine breite gesellschaftliche Diskussion über den Wert und die Anerkennung der Pflege angestoßen werden“, sagte Friedrich in Berlin.

Ansprechpartner:

Herr Dr. Michael Zaddach
Hauptstadtvertretung der contec GmbH
Telefon: +49 (30) 28094877
Fax: +40 (30) 97005179
Zuständigkeitsbereich: Leiter Kompetenznetzwerk Kommunikation
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Quelle (lifePR)

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