Samstagabend im TV: Trash mit Styropor-Wänden, Turmspringen und Trällernde Schlager-Zombies

Als wenn Marcel Reich-Ranicki schon eine Woche vorher geahnt hätte was am folgenden Samstag im Fernsehen geboten wurde. Der 18. Oktober war wohl der absolute Tiefpunkt der Samstabendunterhaltung.

Völlig überdrehte Möchtergernpromis, die durch verschiedene Variationen von heranfahrenden Styropor-Wänden durch mußten, die versammelte Bande von Schlager-Zombies die trällernd den Wolfgangsee unsicher machten und weitere c-E Promis, die von einem Sprungturm ins Wasser gesprungen sind. Diese und weitere Tiefpunkte boten die Fernsehmacher am Samstag den Zuschauern an.

Während der Samstagabend in Deutschland vor vielen Jahren noch eine feste Institution grundsolider Fernsehunterhaltung war und Millionen Familien zusammen an den Fernsehschirmen fesselte, so wird jetzt fast nur noch Trash-TV angeboten.

Normal müßten die Altmeister des Samstabends wie Kulenkampff, Carell oder Frankenfeld angesichts solcher Unterhaltungsversuche im Grabe rotieren.

Schlimm ist vor allem, wenn für Produktionen wie für „Das Schlosshotel am Wolfgangsee“, auch noch Gebührengelder zum Fenster herausgeschmissen werden. Auch wenn Marcel Reich-Ranicki in seiner Abrechnung mit dem deutschen Fernsehen mehr Kultur und Musik verlangte, sowas kann auch der Literaturpapst nicht damit gemeint haben.

Bei den Öffentlich-Rechtlichen kann man dann zwar genau wie bei den Privaten einfach den Fernseher abschalten, aber zahlen muss man für solche Produktionen trotzdem.

Schlagerabende werden auch in Zukunft wieder kommen, sicherlich auch das nächste von Stefan Raab organisierte Turmspringen, aber soviel geballter Trash wie am Samstag kommt hoffentlich so schnell nicht wieder vor.

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Quelle Schlaunews.de

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