Grenzenloser Urlaub am Grünen Band – Neue Angebote zu deutsch-deutscher Geschichte und Naturerlebnis

20 Jahre nach dem Mauerfall ist die ehemalige deutsch-deutsche Grenze immer mehr als „grenzenlose“ Urlaubslandschaft erlebbar. Am „Grünen Band“ erleben Reisende Zeitgeschichte und tragische Schicksale, jedoch auch einzigartige Naturlandschaften, die nun Ost und West verbinden. Ab Oktober finden vor allem Natur- und Geschichtsfreunde viele neue Reiseangebote unter www.erlebnisgruenesband.de

Mit dem Mauerfall vor 20 Jahren wurde der Todesstreifen an der deutsch-deutschen Grenze zur Lebenslinie, zum „Grünen Band“. Heute erinnert es an viele tragische Schicksale der Trennung, verbindet aber als grüne Lebensader wieder Ost und West. In letzter Zeit hat es sich auch zu einer „grenzenlosen“ Urlaubslandschaft gemausert. Vor allem Natur- und Geschichtsinteressierte finden ab Oktober wieder viele neue Reiseangebote unter www.erlebnisgruenesband.de . Zeitgeschichte auf Schritt und Tritt begegnet einem etwa in Probstzella. Zu Gast im „Haus des Volkes“, Thüringens einzigem Bauhaus-Hotel, sieht man am Anreise-Abend den Film „Eingeschlossen, abgeriegelt. Die Grenze durch Deutschland 1945-1990“. Tags darauf wandert man mit Geschichtskundigen zum Grenzturm auf dem Hopfsberg. Auch die Thüringer Warte, in der damaligen DDR „der Leuchtturm des Westens“ genannt, ist gleich in der Nähe. Anschließend folgt der wohltuende Kontrast: die Freiheit des „grenzenlosen“ Wanderweges am Grünen Band. Drei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Halbpension kosten 279 Euro im Doppelzimmer.

Im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ entstand am Grünen Band ein einzigartiger Schatz von unglaublichem Artenreichtum. Naturfreunde eröffnet sich der Schatz zum Beispiel im Eichsfeld, auf Gut Herbigshagen. Hier pflegt die Heinz Sielmann Stiftung das Erbe des Naturfreundes und Tierfilmers. Gäste erleben an den Originalschauplätzen seiner filmischen Expedition auf dem ehemaligen Grenzstreifen Sielmanns faszinierende verwunschene Wildnis. Gleich ums Eck liegt Teistungen mit seinem Grenzlandmuseum, wo Zeitzeugen über Stasi-Kontrollen, Signalzaun und Sperranlagen an der menschenverachtenden Grenze erzählen. Das Eichsfeld in der Mitte Deutschlands zwischen Hainich, Harz und Solling gilt noch als Geheimtipp, obwohl der Dichter Theodor Storm bereits vor 150 Jahren darüber schrieb: „Ich weiß nicht, dass ich jemals von der zauberhaften Schönheit eines Erdenfleckens so innerlichst berührt worden wäre“. Zwei Übernachtungen inklusive Halbpension kosten 130 Euro im 4****-Haus im nahen Duderstadt, das für seine Fachwerkhäuser berühmt ist.

Buchung / Info: www.erlebnisgruenesband.de oder www.viabono.de
Erlebnis Grünes Band – Lebenslinie statt Todesstreifen
Reiseangebote verbinden deutsch-deutsche Geschichte, Natur und Kultur

Fast 40 Jahre teilte der Eiserne Vorhang Europa. Vom Eismeer bis ans Schwarze Meer verlief eine Barriere, deren Unmenschlichkeit sich am stärksten in Deutschland zeigte. Sie zerschnitt ein Land in Ost und West, trennte Familien und Freunde für Jahrzehnte. Doch die Natur eroberte die Grenzlinie. Während vielen Menschen ihre kostbare Freiheit genommen wurde, nutzte die Natur zwischen Wachtürmen und Stacheldraht all ihre Entfaltungsmöglichkeiten. Das „Grüne Band“ entstand mit wertvollen Lebensräumen voll seltener Tiere und Pflanzen. Es verläuft auf dem ehemaligen Grenzstreifen, der DDR und BRD trennte, und schlängelt sich 1393 Kilometer lang quer durch die Republik – von der Ostsee über Elbe, Harz, Rhön, Thüringer und Frankenwald bis ins sächsisch-bayerische Vogtland.

Einen Monat dem Mauerfall, am 9. Dezember 1989 erhielt die Vision, diesen Biotopverbund zu bewahren den Namen „Grünes Band“. Damals startete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) den Schutz des länderübergreifenden, mit 177 km² größten nationalen Biotopverbunds in Deutschland und setzt sich seither maßgeblich dafür ein.

Die Lebensräume voll artenreicher Flora und Fauna haben aber auch einen hohen Erholungswert für die Menschen. So ist das Grüne Band in den letzten 20 Jahren zu einer „grenzenlosen“ Urlaubslandschaft geworden. Natur-, Geschichts- und Kulturinteressierte finden heute am Grünen Band viele authentische Reiseangebote. Zeitgeschichte begegnet den Besuchern auf Schritt und Tritt, als lebendiges Wahrzeichen der jüngeren deutschen Ver-gangenheit. Die Regionen haben diese mit viel Herzblut aufgearbeitet.

Das Projekt „Erlebnis Grünes Band“ wurde vom BUND in enger Zusammenarbeit und mit finanzieller Förderung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) entwickelt. Ziel ist unter ande-rem eine nachhaltige touristische Entwicklung, die das Grüne Band als naturnahen und schützenswerten Erholungsraum erlebbar macht. Hierzu wurden drei Regionen ausgewählt: Elbe-Altmark-Wendland, der Harz und die Naturparke Thüringer Wald & Schiefergebir-ge/Frankenwald. Das Grüne Band verbindet die Regionen und verknüpft Natur, Geschichte und Kultur.

Mehr Information:
www.erlebnisgruenesband.de, www.gruenesband.info, www.viabono.de

Grünes Band – BUND-Büro c/o Bund f. Umwelt und Naturschutz in Bayern e.V.
Liane Geidezis
Bauernfeindstraße 23
90471 Nürnberg
0911-818 78-0
0911-869 568
www.erlebnisgruenesband.de oder gruenesband.info

Pressekontakt:
peak pr – Berge, Natur, Tourismus
Andrea Schmölzer
Riedener Weg 41
82319
Starnberg
schmoelzer@peak-pr.de
+49-8151-773 773
http://www.peak-pr.de

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