Green Procurement Day an der EBS: Strategien für nachhaltige Beschaffung

BrainNet und SMI veranstalten Entscheider-Konferenz zu Green Procurement

Bonn, 10. März 2010 – Eine ökologisch und sozial nachhaltige Wertschöpfung wird für Unternehmen zur Existenzfrage. Der Unternehmenseinkauf als Schnittstelle zur Wertschöpfungskette der Unternehmen ist dabei besonders gefordert. Wie ein erfolgreiches und effizientes Sustainability Management in der Praxis funktioniert, stand im Mittelpunkt des „Green Procurement Day“ an der European Business School (EBS). Im Rahmen der vom Supply Chain Management Institute (SMI) und BrainNet gemeinsam organisierten Konferenz wurden neue Erkenntnisse aus Forschung und Unternehmenspraxis vorgestellt und diskutiert.

„Unternehmen stehen heute vor der anspruchsvollen Aufgabe, ihre Prozesse ökologisch und sozial nachhaltig zu gestalten, ohne dabei ihre Wettbewerbsposition zu schwächen“, sagt Dr. Jan Herrmann, Practice Head Green Procurement bei BrainNet und Ko-Organisator der Konferenz. „Mit unserer Konferenz wollen wir die Entwicklung der dafür notwendigen Strategien und Instrumente beschleunigen und bestehende Ansätze einem praktischen und methodischen Test unterziehen.“

Unternehmen wie der Chemiekonzern AkzoNobel oder die Deutsche Telekom AG boten den Teilnehmern der hochkarätig besetzten Konferenz, mit Top-Entscheidern aus rund 20 führenden Unternehmen, in „Best Practice“-Vorträgen und Workshops einen umfassenden Einblick in ihre Green Procurement-Strategien. Auch die Diskussionspanels und die vom SMI und von BrainNet präsentierten Studienergebnisse zeigten klar: Der „grüne“ Einkauf ist in vielen Unternehmen nicht nur der Treiber einer nachhaltigen Prozesstransformation, sondern auch ein Faktor, der unmittelbar positiv den Unternehmenserfolg beeinflusst.

„Green Procurement ist bereits zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden, wie unsere Analysen belegen. Unternehmen mit einem optimal aufgestellten und vor allem nachhaltig orientierten Supply Chain Management erzielen eine Kapitalverzinsung, die deutlich höher ist als bei ihren Mitbewerbern“, betont Herrmann. „Damit jedoch ein wirklich nachhaltiges SCM aufgebaut werden kann, bedarf es einerseits einer engen Zusammenarbeit mit anderen Unternehmensbereichen wie dem Finanz- oder Risikomanagement und andererseits einer klaren Unterstützung durch das Top-Management.“

Schlüsselfaktor Supplier Development
Wie dieser Ansatz erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden kann, erläuterte Dick Bartelse, Global Purchasing Director bei AkzoNobel. Der weltgrößte Anbieter für Farben und Lacke hat eine klare Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Zielen formuliert und veröffentlicht, um gemeinsam mit seinen Zulieferern und Einzelhändlern den „ökologischen Fußabdruck“ in der kompletten Wertschöpfungskette zu verbessern. „Die Einbeziehung und Entwicklung der Zulieferer ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des Green Procurement“, so Bartelse. „Erst wenn wir über die Grenzen unserer eigenen Unternehmen hinausdenken und die gesamte Kette optimieren, können wir unseren Kunden Produkte bieten, die den höchsten Nachhaltigkeitsstandards genügen. Das Netzwerkmanagement wird deshalb zu einem Kernelement des Green Procurement.“

Grün Handeln – in mehreren Dimensionen
Um diese ganzheitliche Optimierung zu erreichen, müsse der Einkauf alle relevanten Dimensionen „anfassen“ – wovor viele Unternehmen aber noch zurückschrecken, sagt Herrmann. Ähnlich sieht es Prof. Dr. Constantin Blome, Research Director Sourcing in Emerging Markets am SMI. „Leider nehmen viele CEOs wissentlich Defizite in Punkto Nachhaltigkeit hin. Das liegt meist an fehlenden Erfahrungswerten und einer mangelhaften Bereitschaft zum Vorausdenken. Genau in diesem Punkt sollte man von den ‚grünen Vorreitern“ lernen, die in den letzten Jahren Kooperationen mit nachhaltigen Lieferanten aufgebaut haben und sich so Wettbewerbsvorteile an den Emerging Markets sichern“, sagt Blome. Überraschend sei auch, dass nur wenige der Konferenzteilnehmer Green Procurement im Zusammenhang mit Kostensenkungen im Einkauf nannten. Hier können konkrete Business Cases helfen, in denen der ökonomische Input eines ökologischen Engagements dargestellt wird – beispielsweise im Falle eines verbesserten Travelmanagements, das CO2-Emmissionen und Reisekosten reduziert.

Neben den internen Hürden stellt die verbindliche, weltweite Überprüfbarkeit von Standards die größte Herausforderung für ein „Green and Sustainable Procurement“ dar. Schließlich fehlen derzeit noch international verbindliche Kodizes und Zertifizierungsprozesse, die für ein effektives Lieferanten- und Prozessmanagement dringend notwendig sind. „Das Thema ist längst nicht in allen Facetten ausgeleuchtet. Auch bei den ‚grünen Vorreitern“ gibt es noch viele Entwicklungspotenziale“, schließt Herrmann. „Auf ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer planen wir derzeit den nächsten ‚Green Procurement Day“ noch im ersten Halbjahr 2010.“
BrainNet ist eine der international führenden Marken für Supply Chain Management-Beratung. Mit 220 Mitarbeitern erwirtschaftet BrainNet weltweit einen Umsatz von über 30 Millionen Euro. BrainNet entwickelt und verwirklicht maßgeschneiderte Lösungen für mehr als 80 der Global Fortune-500 Unternehmen sowie rund 240 wachstumsstarke Mittelständler. BrainNet besitzt seit Jahren Standorte in Bonn, Boston, Budapest, Chicago, London, Mumbai, München, São Paulo, Shanghai, St. Gallen, Stockholm, Tampa und Wroclaw.

Die Studie „Hidden Champions des Beratungsmarktes“ der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) sieht BrainNet als Nummer 1 in der Einkaufsberatung in Deutschland. Darüber hinaus ist das Unternehmen – gemeinsam mit Roland Berger – als einzige Consulting-Firma in allen Disziplinen des Supply Chain Managements (Einkauf, Interne Lieferketten und Prozesse sowie Distributionslogistik) im Hidden Champion Top 5 Ranking vertreten.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Supply Chain Management Institute (SMI) an der European Business School (EBS) bietet BrainNet eine weltweit einzigartige Wertschöpfungskette von der Forschung und Ausbildung junger Talente an führenden Business Schools über die Umsetzung von Beratungsprojekten bis hin zur strategischen Qualifizierung von Top Führungskräften und Supply Chain Managern.

Weitere Informationen zu BrainNet unter www.brainnet.com

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