Die Euro-Bargeldumstellung in Zypern und Malta

Am 1. Januar 2008 wurde der Euro in Zypern und Malta erfolgreich eingeführt. Sechs Jahre nach der Einführung der Euro-Banknoten und -Münzen in den zwölf „Ländern der ersten Stunde“ und ein Jahr nach der Einführung des Euro in Slowenien ist dies die dritte erfolgreiche Euro-Bargeldumstellung.

Nach dem ersten Geschäftstag des Jahres 2008, dem 2. Januar, lag der Anteil der Euro-Banknoten am gesamten Banknotenumlauf sowohl in Zypern als auch in Malta bereits bei über 50 %. Die Bargeldumstellung verläuft dank der frühzeitigen und umfassenden Vorbereitungen und Zusammenarbeit aller Beteiligten unter der Federführung der Zentralbanken und Regierungen der beiden Länder sowie der dort durchgeführten umfangreichen Informationskampagnen reibungslos und nach Plan. Um die Einwohner Zyperns und Maltas mit dem Erscheinungsbild der Euro-Banknoten und -Münzen vertraut zu machen, bedienten sich die Europäische Zentralbank (EZB), die Zentralbank von Zypern und die Bank Centrali ta’ Malta/Central Bank of Malta einer optimalen Mischung aus Werbung, direkter Unterrichtung der privaten Haushalte und Öffentlichkeitsarbeit. Auf diese Weise konnte eine korrekte und frühzeitige Information der Bevölkerung gewährleistet werden. Zu den Maßnahmen zählten auch Aktivitäten, die auf spezielle Bevölkerungsgruppen abzielten.

Beide Länder führten die Euro-Banknoten und -Münzen in Form eines „Big Bang“ mit einem einmonatigen Parallelumlauf ein. Ab dem 1. Februar 2008 wird der Euro alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel sein. Die Zentralbanken beider Länder werden die bisherigen gesetzlichen Zahlungsmittel, das Zypern-Pfund (CYP) und die maltesische Lira (MTL), zehn Jahre (Banknoten) bzw. zwei Jahre (Münzen) umtauschen.

Zur Deckung des Erstausstattungsbedarfs für die Umstellung wurden der Zentralbank von Zypern aus den Banknotenbeständen des Eurosystems insgesamt 79,1 Millionen Euro-Banknoten mit einem Nennwert von 1 730,0 Mio € und der Bank Centrali ta’ Malta/Central Bank of Malta insgesamt 72,0 Millionen Euro-Banknoten mit einem Nennwert von 1 566,0 Mio € zur Verfügung gestellt. Die Produktion der erforderlichen Stückzahlen an Euro-Münzen mit nationaler Seite wurde in beiden Ländern öffentlich ausgeschrieben. Mit der Prägung der zyprischen Euro-Münzen wurde die finnische Münzprägeanstalt Mint of Finland beauftragt, die insgesamt 395,0 Millionen Euro-Münzen mit einem Nennwert von 100,3 Mio € herstellte. Die insgesamt 200,0 Millionen maltesischen Euro-Münzen mit einem Nennwert von 56,1 Mio € wurden von der französischen Münzprägeanstalt Monnaie de Paris geprägt.

Am 22. Oktober 2007 begann die Zentralbank von Zypern mit der vorzeitigen Abgabe von Euro-Münzen und am 19. November 2007 mit der vorzeitigen Abgabe von Euro-Bankoten an Geschäftsbanken und genossenschaftliche Kreditinstitute (sog. Frontloading). Parallel dazu erfolgte das Sub-Frontloading, d. h. die Vorabausstattung anderer Beteiligter (z. B. des Einzelhandels und der Automatenindustrie) mit Euro-Banknoten und -Münzen. Um bereits vor der Euro-Einführung die weite Verbreitung von Euro-Münzen sicherzustellen, wurden ab dem 3. Dezember rund 40 000 vorbereitete Starter-Kits mit Euro-Münzen im Wert von je 172,00 € (100,67 CYP) an Unternehmen und Einzelhändler ausgegeben. Darüber hinaus waren ab dem selben Tag für die Öffentlichkeit 250 000 Mini-Starter-Kits im Wert von je 17,09 € (10,00 CYP) erhältlich.

Auf Malta begann die vorzeitige Abgabe von Euro-Münzen und -Banknoten (Frontloading) Ende September bzw. Ende Oktober 2007. Das Sub-Frontloading, darunter die Ausgabe von Starter-Kits mit Euro-Münzen im Wert von je 131,00 € (56,24 MTL) an Unternehmen und Einzelhändler, begann am 1. Dezember 2007. Darüber hinaus waren ab dem 10. Dezember für die Öffentlichkeit 330 000 Mini-Starter-Kits im Wert von je 11,65 € (5,00 MTL) erhältlich.

Die vorzeitige Abgabe und Weitergabe von Euro-Banknoten und -Münzen trug zur Sicherstellung einer weiten Verbreitung von Euro-Bargeld vor der offiziellen Bargeldeinführung bei. Sie verlief in beiden Ländern nach Plan und dürfte die reibungslose Bargeldumstellung wesentlich unterstützt haben.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war die rasche Umstellung der Geldausgabeautomaten, die entweder bereits vor dem „€-Day“ vorbereitet worden war oder am 1. Januar 2008 durchgeführt wurde. Außerdem hatten auf Zypern am 1. Januar 2008 alle Geschäftsbanken und genossenschaftlichen Kreditinstitute einige Filialen für den Umtausch von Zypern-Pfund gegen Euro-Banknoten und -Münzen geöffnet. In beiden Ländern gibt der Einzelhandel seit dem 1. Januar als Wechselgeld nur Euro heraus.

Im Zusammenhang mit der Euro-Einführung in Zypern und Malta werden alle nationalen Zentralbanken des Eurogebiets auf das Zypern-Pfund bzw. die maltesische Lira lautende Banknoten bis zum 29. Februar 2008 kostenlos zum fixierten Kurs in Euro umtauschen. Für diese Dienstleistung wird ein Tageshöchstbetrag von 1 000 € pro Einreicher bzw. Transaktion festgelegt.

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Quelle (lifePR)

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