Die alte Pendlerpauschale gilt jetzt wieder

Rückwirkend ab 2007 lassen sich über die Entfernungspauschale jetzt auch wieder Unfallkosten und Fahrkarten absetzen. Dies sieht das gerade in Kraft getretene Gesetz zur Fortführung der Gesetzeslage 2006 bei der Entfernungspauschale vor. Hiernach sind Fahrkarten für Bus und Bahn sowie die Unfallkosten wieder absetzbar. Da das Bundesverfassungsgericht die Kürzung der Pendlerpauschale um die ersten 20 km als unzulässig einstufte, haben die Finanzämter den Berufstätigen bereits eine entsprechende Steuererstattung für 2007 gezahlt und über den aktuellen Steuerbescheid für 2008 muss gleich entsprechend weniger bezahlt werden.

Bislang berücksichtigte das Finanzamt allerdings nur die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts, die Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer wieder für die gesamte Fahrstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz abzuziehen. Doch die damals geänderten Vorschriften enthielten noch zwei weitere Kürzungen, die nun ebenfalls rückgängig gemacht werden. Per Gesetz ist es ab 2007 wieder erlaubt, die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr abzusetzen, sofern der Fahrkartenpreis über dem pauschalen Kilometergeld liegt. Das können insbesondere Pendler in Ballungsgebieten nutzen, wenn etwa das Kurzstreckenticket über den 30 Cent der Entfernungspauschale pro Kilometer liegt.

Hinzukommen die Kosten eines Unfalls, der sich auf einer Fahrt zur Arbeit oder auf dem Heimweg ereignet hat. Diese zählen als außergewöhnliche Aufwendungen zusätzlich zur Entfernungspauschale. Die derzeitige Regelung wird aufgehoben, wonach der Unfall durch das Kilometergeld abgegolten ist.

Beim Finanzamt abzugsfähig sind die Reparaturkosten des eigenen sowie des Fahrzeugs vom Unfallgegner. Das gelingt auch dann, wenn auf den Erstattungsanspruch gegen die Versicherung verzichtet wird, um den Schadensfreiheitsrabatt zu retten. Springt hingegen die Vollkaskoversicherung ein, ist nur die Selbstbeteiligung absetzbar. Wird der Pkw nicht repariert, kann anstelle der Kosten eine Wertminderung geltend gemacht werden. Diese berechnet sich aus der Differenz des Fahrzeugwerts vor und nach dem Unglück.

Da das Gesetz nunmehr in Kraft getreten ist, ergehen die Steuerbescheide hinsichtlich der Entfernungspauschale auch nicht mehr vorläufig, insoweit erhalten die Berufspendler Rechtssicherheit. Allerdings müssen sie sich in einigen Fällen mit dem Nachweis von Reparaturrechnungen oder Tickets beeilen. Daher sollten Steuerzahler ihr Finanzamt innerhalb der einmonatigen Einspruchsfrist informieren, wenn bisher nicht erfasste Aufwendungen für die Pendelfahrten – etwa höhere Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zusätzliche Kosten für einen Unfall auf dem Weg von oder zur Arbeit – noch zu berücksichtigen sind.

Ansprechpartner:

Herr Dr. Hagen Prühs
Telefon: +49 (228) 95124-0
Fax: +49 (228) 95124-90
Zuständigkeitsbereich: Geschäftsführer
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Quelle (lifePR)

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