Eine unbeaufsichtigte Sporttasche hat am Sonntag am Dortmunder Hauptbahnhof zur Sperrung zweier Gleise und eines Bahnsteigs geführt. Entschärfer der Bundespolizei untersuchten das Gepäckstück und stuften den Inhalt als ungefährlich ein. Den Eigentümer fanden Beamte auf einem anderen Bahnsteig.
Bahnmitarbeiter meldeten die schwarze Tasche am 1. November gegen 17.55 Uhr. Sie stand neben einer Sitzbank auf dem Bahnsteig zu den Gleisen 26 und 31. Auf Videoaufnahmen erkannten die Bundespolizisten, dass ein Mann sie bereits gegen 16.10 Uhr abgestellt und sich anschließend entfernt hatte.
Die Einsatzkräfte sperrten die Gleise, räumten den Bahnsteig und verständigten die Entschärfer. Währenddessen suchten weitere Beamte nach dem Eigentümer. Eine Streife traf den 34-jährigen Bochumer am Bahnsteig zu Gleis 16 an und brachte ihn zur Dienststelle. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab mehr als zwei Promille.
Die Spezialkräfte röntgten die Tasche und öffneten sie, nachdem der Inhalt als ungefährlich eingestuft worden war. Der Mann erhielt sein Eigentum zurück, nachdem seine Personalien festgestellt und ihm ein Platzverweis für den Hauptbahnhof erteilt worden waren.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Außerdem wird geprüft, ein Kostenverfahren gegen den 34-Jährigen zu eröffnen.
Reisende werden gebeten, ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Wer eine Tasche im Zug oder Bahnhof vergisst, sollte unverzüglich das Eisenbahnverkehrsunternehmen informieren, etwa über die Informationsstellen im Bahnhof.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin über Presseportal, 2. November 2026
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