Stuttgart – Trickbetrüger haben eine 70-jährige Frau im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf um mehrere Tausend Euro gebracht. Die Täter gaben sich zunächst telefonisch als Bankmitarbeiter und später bei der Geldübergabe als Polizeibeamter aus. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen und warnt vor der Betrugsmasche.
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, 24. Oktober 2026. Gegen 12:45 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sich als Mitarbeiter einer Bank ausgab.
Angebliche Kreditrückzahlung als Vorwand
Der Anrufer behauptete, dass die 70-Jährige aufgrund eines Kredits Geld zurückzahlen müsse.
Durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Betrüger nach Angaben der Polizei Stuttgart, die Frau von seiner Geschichte zu überzeugen.
Gegen 18 Uhr übergab die Seniorin schließlich Bargeld im Wert von mehreren Tausend Euro an einen unbekannten Mann in der Engelbergstraße.
Der Abholer gab sich dabei als Polizeibeamter aus.
Polizei veröffentlicht Beschreibung des Geldabholers
Die Polizei sucht nach dem Mann, der das Bargeld entgegengenommen hat.
Er wird folgendermaßen beschrieben:
- Etwa 30 bis 40 Jahre alt
- Ungefähr 1,60 Meter groß
- Übergewichtige Statur
Weitere Angaben zum Aussehen des Mannes liegen bislang nicht vor.
Die Kriminalpolizei bittet Personen, die am Samstagabend im Bereich der Engelbergstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den Gesuchten geben können, sich zu melden.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Stuttgart unter der Telefonnummer 0711 8990-5778 entgegen.
Polizei warnt vor falschen Bankmitarbeitern und Polizeibeamten
Die Polizei Stuttgart warnt ausdrücklich davor, Geld oder Wertgegenstände an vermeintliche Bankmitarbeiter oder Polizeibeamte zu übergeben.
Kriminelle versuchen häufig, ihre Opfer mit erfundenen Geschichten unter Druck zu setzen und zur Herausgabe von Bargeld zu bewegen.
Die Polizei empfiehlt, bei entsprechenden Anrufen misstrauisch zu bleiben und sich nicht zu überstürzten Entscheidungen drängen zu lassen.
Echte Polizeibeamte fordern niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände, um Ermittlungen durchzuführen.
Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und im Zweifel selbst die Polizei über die Notrufnummer 110 kontaktieren. Dabei sollte nicht die im Telefondisplay angezeigte Nummer zurückgerufen werden.
Weitere Hinweise zum Schutz vor Betrugsmaschen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de.
Quelle: Polizeipräsidium Stuttgart, Pressemitteilung vom 26. Oktober 2026.
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