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Tötungsdelikt an 14-Jährigem in Dormagen – Ermittlungen richten sich gegen Kind

Feb. 6, 2026

In Dormagen (Nordrhein-Westfalen) ist ein 14-jähriger Jugendlicher, der am Waldsee tot aufgefunden wurde, Opfer eines mutmaßlichen Tötungsdelikts geworden. Die Ermittlungen der Polizei hatten seit Tagen höchste Priorität und wurden von einer Mordkommission übernommen. Zwischenzeitlich konnte ein Verdächtiger ermittelt und festgenommen werden: Nach aktuellem Stand soll es sich bei dem Tatverdächtigen um ein 12-jähriges Kind handeln.

Spaziergänger entdeckten den leblosen Körper des 14-jährigen Yosef am späten Nachmittag des 25. Januar nahe eines Waldsees im Bereich Dormagen-Hackenbroich. Ersthelfer konnten nur noch den Tod feststellen. Die genauen Umstände führten schnell zur Einsetzung einer Mordkommission durch die Polizei Rhein-Kreis Neuss. Ein frühes Statement seitens der Ermittler bestätigte, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt.

Die Obduktion ergab, dass der Junge durch Stich- und Schnittverletzungen getötet wurde, was den Tatverdacht weiter erhärtete. Details zur Tatwaffe oder zum genauen Tathergang wurden bislang nicht umfassend veröffentlicht.

Festnahme des Verdächtigen – Ermittlungen zu Hintergründen laufen

Nach intensiver Spurensuche und Auswertung von gesicherten Hinweisen konnte die Polizei kurz nach dem Fund der Leiche einen 12-jährigen Verdächtigen festnehmen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden handelt es sich bei dem Beschuldigten um ein Kind deutscher Nationalität. Die Beamten gehen offenbar davon aus, dass sich der Tatverdacht direkt gegen diesen Minderjährigen richtet und dass die Tat geplant und allein ausgeführt worden sein könnte.

Da es sich bei beiden Beteiligten um Minderjährige handelt, geben Polizei und Staatsanwaltschaft bewusst nur sehr begrenzte Informationen an die Öffentlichkeit, um den Jugend- und Persönlichkeitsschutz zu wahren. Weitere Details zu Motiven, Tathergang oder dem genauen Ablauf der Tat werden mit Blick auf die noch laufenden Ermittlungen und die rechtlichen Vorgaben zurückgehalten.

Experten betonen, dass der Umgang mit Tatverdächtigen unter 14 Jahren – gerade in besonders schweren Fällen wie einem Tötungsdelikt – rechtlich besonders sensibel ist und Ermittlungen in engen Grenzen erfolgen müssen. Aussagen über ein mögliches Motiv oder eine rechtliche Bewertung sind derzeit nicht öffentlich verfügbar.

Öffentliche Reaktionen und Unterstützungsmaßnahmen

Die Nachricht vom gewaltsamen Tod des jungen Yosef hat in Dormagen und der Region große Bestürzung ausgelöst. Die Stadtverwaltung zeigte sich „zutiefst erschüttert“ über den Verlust des Jugendlichen, der seit Jahren im Ort lebte, eine Schule besuchte und in der lokalen Gemeinschaft integriert gewesen sei. Durch koordinierte Unterstützung mit der Schulleitung wurden Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie das Umfeld des 14-Jährigen psychologisch betreut.

Zudem organisierte die Gemeinschaft einen Trauermarsch, bei dem mehrere tausend Menschen Abschied nahmen und ihr Mitgefühl mit der Familie zum Ausdruck brachten. Die Ermittler hatten seit Bekanntwerden des Falls auch eine Belohnung für Hinweise zum Tathergang und zur Identifizierung von Hintergründen ausgeschrieben, um Informationen aus der Bevölkerung einzubinden.


Ausblick: Ermittlungen und rechtliche Bewertung

Die Polizei Rhein-Kreis Neuss sowie die zuständige Staatsanwaltschaft setzen die Ermittlungen fort, um die genauen Umstände der Tat aufzuklären und rechtlich einzuordnen. In Fällen, in denen Tatverdächtige minderjährig sind, gelten besondere Bestimmungen im Jugendstrafrecht und im Datenschutz, weshalb viele Details nicht öffentlich gemacht werden.

Die Behörden haben die Hinterbliebenen ermutigt, die Privatsphäre der Familie zu respektieren, während weitere kriminaltechnische und rechtliche Schritte geprüft werden. Eine abschließende Bewertung der Tat und mögliche Konsequenzen stehen unter dem Vorbehalt weiterer Ermittlungsarbeit.

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