Wichtigste Umfragewerte im Wahlcheck
Aktuelle Daten des ARD-DeutschlandTREND zeichnen ein herausforderndes Stimmungsbild für die politischen Parteien in Deutschland. Würde am kommenden Sonntag Bundestagswahl sein, läge die Union mit 26 % der Stimmen vorn, verliert aber im Vergleich zum Januar zwei Prozentpunkte, während die SPD auf 15 % zulegt. Die AfD kommt auf 24 %, die Grünen auf 12 % und die Linke auf 10 %, BSW und FDP bleiben mit je 3 % unter der Mandatsschwelle. Zusammen würden andere Parteien derzeit 7 % der Stimmen erreichen. Diese Zahlen beruhen auf einer repräsentativen Befragung von 1.319 Wahlberechtigten im Zeitraum vom 2. bis 4. Februar 2026 durch infratest dimap im Auftrag des ARD-DeutschlandTREND.
Stimmung zur Regierungsarbeit und Ministerbewertungen
Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung bleibt insgesamt niedrig: Nur 21 % der Befragten sind sehr zufrieden oder zufrieden, während eine deutliche Mehrheit von 78 % weniger oder gar nicht zufrieden ist. Unter den Kabinettsmitgliedern erfährt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit 57 % Zufriedenheit die höchste Zustimmung. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) legt auf 31 % zu, während andere Minister wie Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) bei 27 % liegen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erreicht einen Zufriedenheitswert von 25 %.
Tiefsitzende Unzufriedenheit und politische Implikationen
Die Werte spiegeln eine kritisch-distanzierte Haltung vieler Bürgerinnen und Bürger zur aktuellen Amtsführung und Parteiarbeit wider. Besonders auffällig ist die hohe Unzufriedenheit mit einigen führenden Politikern: So erreichen etwa Katherina Reiche (CDU) und Heidi Reichinnek (Die Linke) jeweils nur 18 % Zufriedenheit, während Politiker wie Tino Chrupalla (AfD) und Britta Haßelmann (Grüne) ebenfalls eher gering bewertet werden. Dieses Meinungsbild könnte politische Debatten über Parteistrategien und Regierungsarbeit in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen.