Recht & Polizeimeldungen

Falsche Bankmitarbeiter betrügen 91-Jährige in Erkrath – Täter holen Bankkarten an Haustür ab

Erkrath – Eine 91-jährige Frau aus Erkrath ist Opfer eines dreisten Trickbetrugs geworden. Unbekannte gaben sich als Bankmitarbeiter aus, erschlichen sich telefonisch die PIN-Nummern ihrer Bankkarten und holten die Karten anschließend persönlich an der Wohnungstür ab. Wenig später wurden mehrere Tausend Euro von den Konten der Seniorin abgehoben. Die Polizei sucht Zeugen.

Der Betrug ereignete sich am Freitag, 23. Oktober 2026, im Bereich der Freiheitstraße in Erkrath.

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Nach Angaben der Polizei Mettmann erhielt die 91-Jährige gegen 12 Uhr einen Anruf von einem Mann, der behauptete, Mitarbeiter eines Geldinstituts zu sein.

Angebliche Kartensperrung als Vorwand

Der Anrufer erklärte der Seniorin, ihre Bankkarten müssten wegen einer bevorstehenden Zahlung gesperrt werden.

Unter diesem Vorwand fragte er die persönlichen Geheimzahlen der Karten ab.

Noch während des Telefonats erschien ein zweiter Mann an der Wohnungstür der Frau und nahm zwei Debitkarten entgegen.

Kurze Zeit später hoben die Täter einen vierstelligen Geldbetrag von den Bankkonten ab.

Polizei veröffentlicht Beschreibung des Geldabholers

Die 91-Jährige konnte den Mann beschreiben, der ihre Bankkarten an der Haustür entgegengenommen hatte.

Demnach war der Unbekannte etwa 25 bis 30 Jahre alt und zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß.

Er hatte eine schmale Statur, ein schmales Gesicht und kurze dunkle Haare. Außerdem trug er eine Brille mit dunklem Rahmen sowie ein weißes Hemd.

Nach Angaben der Seniorin sprach der Mann akzentfreies Deutsch.

Kriminalpolizei sucht Zeugen

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise.

Gesucht werden insbesondere Personen, die am Freitagmittag im Bereich der Freiheitstraße in Erkrath verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Hinweise nimmt die Polizeiwache Erkrath unter der Telefonnummer 02104 9480-6450 entgegen.

Polizei warnt vor Betrug mit angeblichen Bankmitarbeitern

Die Polizei Mettmann nutzt den Vorfall, um vor ähnlichen Betrugsmaschen zu warnen.

Kriminelle geben sich am Telefon häufig als Mitarbeiter von Banken oder anderen vertrauenswürdigen Einrichtungen aus. Mit erfundenen Geschichten versuchen sie, an persönliche Daten, Bankkarten oder Wertgegenstände zu gelangen.

Die Polizei empfiehlt deshalb:

  • Geben Sie niemals Ihre PIN oder andere vertrauliche Bankdaten am Telefon weiter.
  • Übergeben Sie Ihre Giro- oder Debitkarte nicht an unbekannte Personen.
  • Beenden Sie verdächtige Telefonate und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank ausschließlich über eine Ihnen bekannte, offizielle Telefonnummer.
  • Verständigen Sie bei einem Betrugsverdacht die Polizei.

Wer bereits PIN-Nummern oder Bankkarten herausgegeben hat, sollte seine Karten unverzüglich über die Bank oder den Sperrnotruf 116 116 sperren lassen.

Quelle: Polizei Mettmann, Pressemitteilung vom 26. Oktober 2026.

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