Dautphetal – Bei einem schweren Verkehrsunfall im Landkreis Marburg-Biedenkopf ist ein erst 18 Jahre alter Autofahrer ums Leben gekommen. Sein Wagen geriet auf der L3042 ins Schleudern und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Sattelzug. Eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger im Auto wurden schwer verletzt. Auch die beiden Männer im Lastwagen erlitten Verletzungen.
Der folgenschwere Verkehrsunfall ereignete sich am Montag, 5. Oktober 2026, gegen 17.15 Uhr auf der L3042 zwischen Mornshausen und Hommertshausen.
Der 18-Jährige aus Steffenberg war mit einem Suzuki Swift von Mornshausen in Richtung Hommertshausen unterwegs.
In der entgegengesetzten Richtung näherte sich eine Sattelzugmaschine mit Auflieger, die von einem 38 Jahre alten Mann aus Bad Marienberg gefahren wurde.
Auto gerät zunächst auf die Bankette
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei kam der Wagen des 18-Jährigen im Bereich einer leichten Linkskurve zunächst nach rechts auf die Bankette neben der Fahrbahn.
Anschließend geriet das Auto ins Schleudern.
Der Suzuki kam in den Gegenverkehr und kollidierte dort frontal mit dem entgegenkommenden Sattelzug.
18-Jähriger stirbt noch am Unfallort
Der junge Autofahrer wurde bei der Kollision so schwer verletzt, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam.
Der 18-Jährige starb noch an der Unfallstelle.
In seinem Fahrzeug befanden sich zwei weitere junge Menschen.
Ein 19-jähriger Mitfahrer aus Steffenberg und eine 17-jährige Mitfahrerin aus Dautphetal erlitten schwere Verletzungen.
Rettungskräfte brachten beide in umliegende Krankenhäuser.
Auch Lkw-Fahrer und Beifahrer verletzt
Auch die beiden Insassen des Sattelzuges blieben bei dem Frontalzusammenstoß nicht unverletzt.
Der 38-jährige Fahrer sowie sein 49 Jahre alter Beifahrer erlitten leichte Verletzungen.
Auch sie wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Damit wurden bei dem Unfall neben dem tödlich verletzten 18-Jährigen insgesamt vier Menschen verletzt.
Staatsanwaltschaft beauftragt Sachverständigen
Zahlreiche Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren an der Unfallstelle im Einsatz.
Wegen der Schwere des Unfalls soll der genaue Ablauf detailliert rekonstruiert werden.
Neben der polizeilichen Unfallaufnahme beauftragte die Staatsanwaltschaft deshalb einen Sachverständigen mit der Untersuchung des Unfallhergangs.
Insbesondere muss geklärt werden, weshalb der Suzuki zunächst auf die rechte Bankette geriet.
Die Polizei nennt hierzu bislang keine Ursache. Deshalb gibt es derzeit auch keine gesicherten Hinweise darauf, ob beispielsweise Geschwindigkeit, Ablenkung, ein medizinischer Vorfall oder andere Faktoren eine Rolle gespielt haben.
Totalschaden am Auto
Der Suzuki wurde bei der Kollision vollständig zerstört. Die Polizei spricht von einem Totalschaden.
Auch die Sattelzugmaschine wurde erheblich beschädigt.
Den gesamten Sachschaden schätzen die Ermittler vorläufig auf rund 35.000 Euro.
Die L3042 musste für die Rettungsmaßnahmen, Unfallaufnahme und die Arbeit des Sachverständigen vollständig gesperrt werden.
Polizei sucht Unfallzeugen
Die Polizei bittet außerdem Menschen um Mithilfe, die den Unfall beobachtet haben und bislang noch keinen Kontakt zu den Ermittlern hatten.
Zeugen können sich bei der Polizeistation Biedenkopf unter 06461/92950 melden.
Die Ermittlungen zur genauen Ursache des tödlichen Verkehrsunfalls dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen, 5. Oktober 2026
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