Recht & Polizeimeldungen

Schüsse auf Auto in Marl: Zwei Tatverdächtige in U-Haft – mutmaßlicher Schütze weiter flüchtig

Marl – Nach Schüssen auf ein Auto in Marl haben Polizei und Staatsanwaltschaft mehrere Tatverdächtige festgenommen. Zwei Männer beziehungsweise Jugendliche befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, ein weiterer Tatverdächtiger wurde im Ausland festgenommen. Der Mann, den die Ermittler für den mutmaßlichen Schützen halten, ist dagegen weiterhin flüchtig. Nach ihm wird öffentlich mit Fotos gefahndet.

Die neuen Entwicklungen betreffen ein versuchtes Tötungsdelikt, das sich bereits am 11. August 2026 an der Otto-Hue-Straße in Marl ereignet hatte.

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Seitdem ermitteln die Staatsanwaltschaft Essen und das Polizeipräsidium Recklinghausen zu den Hintergründen und möglichen Beteiligten.

Nun konnten die Ermittler mehrere Tatverdächtige festnehmen.

16-Jähriger und 21-Jähriger in Untersuchungshaft

Bei zwei der Festgenommenen handelt es sich nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft um einen 16-Jährigen aus Verden und einen 21-Jährigen, der zum Zeitpunkt der Tat keinen festen Wohnsitz hatte.

Die beiden wurden an unterschiedlichen Orten festgenommen.

Den 16-Jährigen nahmen die Ermittler in Hannover fest, den 21-Jährigen in Wuppertal.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen befinden sich beide inzwischen in Untersuchungshaft.

Eine Untersuchungshaft bedeutet nicht, dass die Beschuldigten bereits verurteilt sind. Über eine mögliche strafrechtliche Verantwortung wird gegebenenfalls erst in einem späteren Gerichtsverfahren entschieden.

Dritter Tatverdächtiger im Ausland festgenommen

Auch ein weiterer gesuchter Mann konnte inzwischen festgenommen werden.

Dabei handelt es sich um einen 20-Jährigen, nach dem unter anderem mit einer Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden war.

Er wurde nach Angaben der Ermittlungsbehörden im Ausland festgenommen.

In welchem Land die Festnahme erfolgte und wie das weitere Verfahren gegen den 20-Jährigen abläuft, geht aus der aktuellen gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei nicht hervor.

Umgebung vor der Tat ausgekundschaftet?

Den drei Festgenommenen wird nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht vorgeworfen, selbst die Schüsse abgegeben zu haben.

Sie sollen jedoch an der Vorbereitung der Tat beteiligt gewesen sein.

Nach Angaben der Ermittler besteht unter anderem der Verdacht, dass die Männer beziehungsweise Jugendlichen vor der Tat die Umgebung ausgekundschaftet haben.

Welche konkrete Rolle jedem einzelnen Tatverdächtigen zugeschrieben wird, wurde bislang nicht näher veröffentlicht.

Mutmaßlicher Schütze weiterhin flüchtig

Der Mann, den Polizei und Staatsanwaltschaft für den mutmaßlichen Schützen halten, konnte bislang nicht festgenommen werden.

Nach Einschätzung der Ermittler hält er sich vermutlich im Ausland auf.

Die Polizei fahndet weiterhin öffentlich mit Fotos nach dem Tatverdächtigen.

Aktuelle Öffentlichkeitsfahndung und Fotos

Die offizielle Fahndung der Polizei Nordrhein-Westfalen nach dem mutmaßlichen Schützen ist weiterhin veröffentlicht:

Aktuelle Öffentlichkeitsfahndung der Polizei NRW mit Fotos des Gesuchten⁠

Solange diese offizielle Fahndungsmeldung noch aufrufbar ist, wird der Tatverdächtige weiterhin öffentlich gesucht.

Hinweise zum Aufenthaltsort des Gesuchten nimmt die Polizei unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 2361 111 entgegen.

Wer den Gesuchten erkennt oder Hinweise auf seinen Aufenthaltsort geben kann, sollte sich an die Polizei wenden und nicht versuchen, selbst Kontakt aufzunehmen oder die Person festzuhalten.

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Der ursprüngliche Vorfall wird als versuchtes Tötungsdelikt geführt.

Mit den inzwischen erfolgten Festnahmen ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Insbesondere die Fahndung nach dem mutmaßlichen Schützen läuft weiter.

Weitere Einzelheiten zu möglichen Motiven oder den Hintergründen der Tat nennen Staatsanwaltschaft Essen und Polizeipräsidium Recklinghausen in ihrer aktuellen Mitteilung nicht.

Quelle: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Essen und des Polizeipräsidiums Recklinghausen, 29. September 2026

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