Solingen – Großeinsatz am Montagabend in Solingen-Wald: Die Feuerwehr ist zunächst wegen eines gemeldeten Gebäudeeinsturzes zur Friedrich-Ebert-Straße alarmiert worden. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte erhebliche Schäden im Obergeschoss eines Wohngebäudes sowie Risse und Abplatzungen in Richtung eines benachbarten Gebäudes vor, das derzeit abgerissen wird. Das Wohnhaus wurde vorsorglich geräumt und anschließend gesperrt.
Gegen 19.14 Uhr ging am Montagabend, 21. September 2026, die Alarmierung bei der Feuerwehr Solingen ein.
Die erste Meldung ließ eine möglicherweise dramatische Situation befürchten: Gemeldet worden war ein Gebäudeeinsturz an der Friedrich-Ebert-Straße im Stadtteil Wald.
Entsprechend rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus.
Erhebliche Schäden im Obergeschoss entdeckt
Am Einsatzort stellte sich die Situation etwas anders dar als zunächst gemeldet.
Einen vollständigen Einsturz des Wohngebäudes meldet die Feuerwehr nicht. Allerdings fanden die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben „nicht unerhebliche Schäden“ im Obergeschoss vor.
Außerdem waren Risse und Abplatzungen zum angrenzenden Nachbargebäude erkennbar.
Besonders relevant: Dieses Nachbargebäude wird derzeit abgerissen.
Ob und inwieweit die dort laufenden Abrissarbeiten mit den festgestellten Schäden am Wohnhaus zusammenhängen, geht aus der ersten Mitteilung der Feuerwehr nicht hervor.
Bewohner müssen Gebäude verlassen
Da die Standsicherheit des Wohngebäudes zunächst nicht gewährleistet werden konnte, reagierten die Einsatzkräfte umgehend.
Das Gebäude wurde geräumt und der betroffene Bereich abgesperrt.
Ein Statiker sowie Mitarbeiter des zuständigen Bauamtes wurden zur Einsatzstelle gerufen. Sie sollten die Schäden begutachten und fachlich beurteilen, ob das Gebäude weiterhin sicher betreten und bewohnt werden kann.
Weiterer Einsturz konnte nicht ausgeschlossen werden
Nach der Begutachtung konnte offenbar noch keine vollständige Entwarnung gegeben werden.
Da weitere Schäden beziehungsweise ein weiterer Einsturz nicht ausgeschlossen werden konnten, wurde das beschädigte Wohngebäude gesperrt.
Für die Bewohner bedeutete dies, dass sie am Montagabend nicht in ihre Wohnungen zurückkehren konnten.
Nach Angaben der Feuerwehr gelang es allen Betroffenen, eigenständig eine anderweitige Unterkunft zu organisieren.
Über Verletzte berichtet die Feuerwehr nicht.
Rund 40 Feuerwehrleute im Einsatz
Der Einsatz erforderte erhebliche personelle Ressourcen.
Nach Angaben der Feuerwehr waren rund 40 Einsatzkräfte vor Ort. Beteiligt waren sowohl Kräfte der Berufsfeuerwehr als auch der Freiwilligen Feuerwehr.
Da mehrere reguläre Wachen durch den Großeinsatz gebunden waren, besetzte die Freiwillige Feuerwehr zusätzlich die dadurch zeitweise verwaisten Feuerwachen. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Feuerwehr auch bei weiteren Notfällen im Stadtgebiet einsatzbereit blieb.
Ursache der Gebäudeschäden noch offen
Warum es zu den erheblichen Schäden an dem Wohnhaus gekommen ist, lässt sich anhand der bisherigen Informationen noch nicht beantworten.
Die räumliche Nähe zu dem derzeit im Abriss befindlichen Nachbargebäude ist zwar auffällig. Die Feuerwehr stellt in ihrer Mitteilung jedoch keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen den Abrissarbeiten und den Schäden fest.
Weitere Untersuchungen müssen deshalb zeigen, wodurch die Risse und Abplatzungen entstanden sind und wann die Bewohner möglicherweise in das Gebäude zurückkehren können.
Quelle: Feuerwehr Solingen, 21. September 2026
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