Frankfurt – Zwei Trickdiebe haben in Frankfurt-Schwanheim ein älteres Ehepaar bestohlen. Während einer der Männer einen 82-jährigen Bewohner vor dessen Wohnung mit angeblich bevorstehenden Bauarbeiten ablenkte, soll sich sein Komplize unbemerkt Zugang zur Wohnung verschafft haben. Dort erbeutete er Schmuck und Bargeld.
Die Tat ereignete sich am Freitagabend, 18. September 2026, im Libellenweg in Frankfurt-Schwanheim.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Frankfurt klingelte der erste bislang unbekannte Tatverdächtige gegen 22.40 Uhr an der Wohnung des älteren Ehepaares.
Angebliche Bauarbeiten dienen als Ablenkung
Der Mann verwickelte den 82-jährigen Bewohner in ein Gespräch.
Dabei behauptete er, ihn über angeblich bevorstehende Bauarbeiten informieren zu wollen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei handelte es sich dabei lediglich um ein Ablenkungsmanöver.
Während der 82-Jährige mit dem Mann beschäftigt war, verschaffte sich ein zweiter Tatverdächtiger Zugang zur Wohnung.
Schmuck und Bargeld gestohlen
Der Komplize durchsuchte die Wohnung und erbeutete nach Angaben der Polizei diversen Schmuck sowie Bargeld.
Eine konkrete Schadenssumme wurde zunächst nicht genannt.
Anschließend verschwanden beide Männer.
Besonders schwierig für die Ermittler: Der zweite Tatverdächtige wurde nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt gesehen. Für ihn liegt deshalb bislang keine Personenbeschreibung vor.
Polizei veröffentlicht Beschreibung eines Tatverdächtigen
Der Mann, der den 82-Jährigen mit der Geschichte über angebliche Bauarbeiten ablenkte, wird folgendermaßen beschrieben:
Er soll männlich, etwa 1,80 Meter groß und von schlanker Statur sein. Der Unbekannte hatte glatte, kurze braune Haare und trug zum Tatzeitpunkt eine Jeans sowie ein grünes T-Shirt.
Die Frankfurter Polizei sucht nun nach Zeugen, denen der beschriebene Mann oder andere verdächtige Personen am Freitagabend im Bereich des Libellenwegs aufgefallen sind.
Hinweise nimmt die Polizei unter 069 / 755-11000 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Täter gehen offenbar arbeitsteilig vor
Nach den bisherigen Erkenntnissen spricht die Polizei von zwei Trickdieben, die bei der Tat arbeitsteilig vorgingen.
Während einer den Bewohner beschäftigte, nutzte der andere genau diesen Zeitraum, um in die Wohnung zu gelangen.
Der Fall zeigt damit erneut eine typische Gefahr bei unangekündigten Besuchen: Schon während ein Bewohner an der Tür oder außerhalb der Wohnung in ein Gespräch verwickelt wird, kann ein Komplize versuchen, unbemerkt in die Räume zu gelangen.
Unbekannte sollten deshalb auch dann nicht unbeaufsichtigt Zugang zu Haus oder Wohnung erhalten, wenn der Grund ihres Besuchs zunächst plausibel erscheint.
Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, 19. September 2026
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