Recht & Polizeimeldungen

Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal – mutmaßlicher Täter festgenommen

Polizeiauto

Wuppertal – Auf die Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal ist am Donnerstagnachmittag ein Brandanschlag verübt worden. Nach Informationen der „Jüdischen Allgemeinen“ warf ein Mann mehrere mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Beutel gegen einen Nebeneingang des Gotteshauses und setzte sie anschließend in Brand. Der mutmaßliche Täter konnte von der Polizei festgenommen werden. Verletzt wurde niemand.

Über den Angriff berichtete am Donnerstagnachmittag zunächst die Jüdische Allgemeine unter Berufung auf eigene Informationen und Angaben der Polizei.

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Dem Bericht zufolge näherte sich ein Mann der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal und warf mehrere mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Beutel gegen einen Nebeneingang.

Anschließend setzte er diese in Brand und flüchtete vom Tatort.

Feuer innerhalb weniger Minuten gelöscht

Nach Informationen der „Jüdischen Allgemeinen“ konnte das Feuer innerhalb weniger Minuten gelöscht werden.

Menschen wurden bei dem Angriff nicht verletzt.

Wie groß der entstandene Sachschaden ist, war zunächst nicht bekannt.

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter nach dem Anschlag festnehmen und hat Ermittlungen aufgenommen.

Weitere Angaben zur Identität des Mannes oder zu einem möglichen Motiv lagen zunächst nicht vor.

Hintergrund des Anschlags noch Gegenstand der Ermittlungen

Zu den genauen Hintergründen des Angriffs gibt es bislang keine gesicherten Angaben.

Insbesondere ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht öffentlich bekannt, welches Motiv der festgenommene Mann hatte.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, ordnet die Tat allerdings als antisemitische Gewalt ein und verweist auf den Zeitpunkt unmittelbar vor den anstehenden jüdischen Feiertagen.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme erklärte Schuster, erneut sei es in der Zeit der jüdischen Hohen Feiertage zu einem Anschlag auf eine Synagoge gekommen.

Er kritisierte insbesondere die Art und Weise, wie der Täter den Angriff am helllichten Tag ausgeführt habe, und sprach von einer zunehmenden Normalisierung des Judenhasses.

Zentralrat verweist auf bevorstehenden Jom Kippur

Der Zeitpunkt des Anschlags ist aus Sicht des Zentralrats besonders besorgniserregend.

In drei Tagen beginnt Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag.

Schuster forderte deshalb die Sicherheitsbehörden auf, die Sicherheit der Gottesdienste zu gewährleisten. Jüdinnen und Juden würden sich durch den Anschlag nicht davon abhalten lassen, ihre Religion zu leben.

Bereits 2014 Anschlag auf Wuppertaler Synagoge

Es ist nicht das erste Mal, dass die Wuppertaler Synagoge Ziel eines Brandanschlags wird.

Bereits im Juli 2014 hatten drei Männer Brandsätze in Richtung des Eingangsbereichs der Synagoge geworfen. Die Brandsätze erloschen damals noch während des Fluges beziehungsweise verursachten lediglich geringen Sachschaden. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Täter wurden später wegen versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt.

Ob zwischen dem damaligen Angriff und der Tat vom Donnerstag irgendein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.

Ermittlungen laufen

Die Ermittlungen zum aktuellen Brandanschlag dauern an.

Von besonderem Interesse dürfte nun sein, welches Motiv der festgenommene Tatverdächtige hatte und ob er allein handelte.

Sobald Polizei und Staatsanwaltschaft weitere Erkenntnisse veröffentlichen, dürfte es nähere Informationen zum Tatablauf und zu den Hintergründen geben.

Quelle: Jüdische Allgemeine, 17. September 2026; ergänzend Zentralrat der Juden in Deutschland

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