Mechernich/Blankenheim – Nach Amokandrohungen gegen Schulen im Kreis Euskirchen hat die Kriminalpolizei bereits zwei minderjährige Tatverdächtige ermittelt. Die bedrohlichen Nachrichten waren über soziale Netzwerke und Messenger verbreitet worden und stehen nach Einschätzung der Polizei im Zusammenhang mit einem aktuellen Social-Media-Trend. Eine konkrete Gefährdung der betroffenen Schulen besteht nach derzeitigen Erkenntnissen nicht.
Am Dienstagmorgen, 15. September 2026, hatte die Kreispolizeibehörde Euskirchen erstmals öffentlich über die bedrohlichen Nachrichten informiert.
Betroffen sind unter anderem die Gesamtschulen in Mechernich und Blankenheim.
Die über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste verbreiteten Nachrichten enthielten nach Angaben der Polizei Androhungen schwerer Straftaten.
Kriminalpolizei ermittelt zwei Minderjährige
Nur wenige Stunden nach der ersten Mitteilung gibt es eine entscheidende Entwicklung.
Die Kriminalpolizei Euskirchen konnte nach eigenen Angaben inzwischen zwei minderjährige Tatverdächtige ermitteln.
Weitere Angaben zum Alter oder zur Identität der beiden Minderjährigen machte die Polizei nicht.
Auch die genauen Hintergründe ihrer Äußerungen sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Zudem prüft die Kriminalpolizei, ob möglicherweise weitere Personen beteiligt waren.
Keine Hinweise auf konkrete Gefahr an den Schulen
Für Schüler, Eltern und Beschäftigte der betroffenen Schulen gibt es gleichzeitig eine wichtige Nachricht:
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen bestehen keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage.
Die Kriminalpolizei und der Bezirksdienst stehen weiterhin in engem Kontakt mit den betroffenen Schulen.
Die Polizei hatte bereits am Vormittag erklärt, sämtliche Hinweise ernst zu nehmen und die verbreiteten Inhalte und deren Hintergründe sorgfältig zu prüfen.
Amokandrohungen offenbar Teil eines Social-Media-Trends
Nach Einschätzung der Polizei stehen die verbreiteten Drohungen im Zusammenhang mit einem aktuellen Trend in sozialen Netzwerken, der insbesondere aus den USA bekannt geworden ist.
Was möglicherweise als vermeintlicher Scherz oder Teilnahme an einem Internet-Trend gedacht ist, kann allerdings erhebliche Konsequenzen haben.
Die Polizei Euskirchen macht deshalb noch einmal ausdrücklich deutlich:
Amokandrohungen sind kein Scherz.
Solche Äußerungen lösen umfangreiche Polizeimaßnahmen aus und können strafrechtlich verfolgt werden.
Die Ermittlungen wurden unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung sowie der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen.
Polizei: Nachrichten nicht weiterverbreiten
Eltern sowie Schülerinnen und Schüler hatte die Polizei bereits am Vormittag dazu aufgefordert, entsprechende Nachrichten nicht weiterzuverbreiten oder zu kommentieren.
Wer eine solche Nachricht erhält, sollte sie stattdessen sichern und der Polizei oder der jeweiligen Schule melden.
Die Ermittlungen gegen die beiden minderjährigen Tatverdächtigen sowie zu einer möglichen Beteiligung weiterer Personen dauern an.
Quelle: Kreispolizeibehörde Euskirchen, 15. September 2026
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