Stadtrat gibt grünes Licht für nächste Schritte
Der Kölner Stadtrat hat beschlossen, die Planungen für ein neues Suchthilfezentrum in der Innenstadt weiterzuführen. Damit kann die Stadtverwaltung an dem Projekt weiterarbeiten, das suchtkranken Menschen gezielt helfen und gleichzeitig die Lage rund um bekannte Brennpunkte verbessern soll. Im Rat gab es dafür eine breite Mehrheit, einzelne Stimmen lehnten das Vorhaben ab.
Hilfsangebot soll Versorgung verbessern und öffentliche Plätze entlasten
Geplant ist ein Zentrum, das mehrere Angebote bündelt – darunter ein geschützter Konsumraum sowie Beratung und soziale Unterstützung. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, Betroffene besser zu erreichen, gesundheitliche Risiken zu senken und den öffentlichen Raum zu entlasten. Besonders im Fokus steht die Situation in stark belasteten Bereichen der Innenstadt.
Betriebskonzept und Begleitmaßnahmen als Voraussetzung
Bevor es zu einer endgültigen Entscheidung über Bau und Betrieb kommt, soll die Verwaltung ein konkretes Betriebskonzept vorlegen. Dazu gehören Fragen zu Personal, Kosten, Sicherheitskonzept und möglichen Öffnungszeiten. Außerdem sollen Auswirkungen auf das Umfeld geprüft werden. Begleitende Maßnahmen im Viertel – etwa zur Infrastruktur und Aufenthaltsqualität – stehen ebenfalls auf der Agenda.
Standort bleibt umstritten – weitere Diskussionen erwartet
Als Standort ist eine Fläche im Bereich Perlengraben im Pantaleonsviertel im Gespräch. Dort gibt es weiterhin unterschiedliche Sichtweisen: Während Befürworter die Einrichtung als wichtigen Baustein der Suchthilfe sehen, äußern Anwohner und Initiativen Bedenken. Die weiteren Planungen sollen klären, wie das Zentrum sinnvoll eingebunden werden kann und welche Maßnahmen nötig sind, um Konflikte zu reduzieren.