Die bearbeiteten Zeiträume der Forschungsprojekte des fünften Jahrgangs erstrecken sich vom Mittelalter bis nach dem zweiten Weltkrieg. Auch methodisch bringt der neue Jahrgang verschiedene Ansätze zusammen – von geschlechtergeschichtlichen Perspektiven über Jiddistik bis zur intellectual history von Leo Strauss oder Jean Améry.
Seit 2009 finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Leo Baeck Fellowship Programm, das die Studienstiftung des deutschen Volkes in Kooperation mit dem Leo Baeck Institut London durchführt. „Als größtem Begabtenförderungswerk in Deutschland ist uns die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Feld der deutsch-jüdischen Geschichte ein besonderes Anliegen. Wir haben schon immer zahlreiche jüdische Stipendiaten gefördert, in den letzten Jahren vermehrt Migranten aus den GUS-Staaten“, sagt Dr. Gerhard Teufel, Generalsekretär der Studienstiftung.
Das „Leo Baeck Fellowship Programm“ knüpft an den großen Gelehrten Leo Baeck (1873-1956) an, dem Gründungsvater der nach ihm benannten Institute in London, New York und Jerusalem. In diese Zentren deutsch-jüdischen Erbes und deutsch-jüdischer Wissenschaft trug Baeck den Auftrag, die Geschichte des deutschen Judentums zu schreiben. Mit dem „Leo Baeck Fellowship Programm“ kommt dieser mit Baeck verbundene Auftrag in Form einer gezielten Nachwuchsförderung wieder in Deutschland an.
Bewerben können sich Doktoranden weltweit. Nächster Bewerbungsschluss ist der 1. Februar 2011.
Quelle pressrelations.de