„Tatort Küche“ ist kein Kochbuch, wer es liest, findet keine Anleitungen zum Kochen. Dafür beleuchten 30 Autorinnen und Autoren die Küche aus unterschiedlichen Perspektiven: Alltag, Familientradition, kauziger oder gepflegter Individualismus und Hochkultur, Nationales und Regionales wie auch globales Kochen, Gewürzhandel in der kolonialen „Vorkartoffelzeit“, Kücheninszenierungen in der Kunst, der Kunstpädagogik und in der Kulturvermittlung im Museum. Dabei gliedert sich das Buch in fünf Kapitel: Historisches, Alltag, Küchenhandlungen, Kunst und das Kapitel Museum; die Autorinnen und Autoren sind Kunstwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen, eine Ökotrophologin, Historiker und Künstlerinnen oder kommen aus der Kunstpädagogik, der Kunstvermittlung und dem Museum und angrenzenden Bereichen. Das Buch „Tatort Küche“ ist auch das Produkt einer deutsch-dänischen Zusammenarbeit. Autoren von Museen beider Seiten der Grenze (Schloß Gottorf, Sønderborg Slot) haben an dem Buch mitgewirkt.
Das Buch liefert eine breite Material- und Ideensammlung für ästhetische Forschungsvorhaben oder kann als Bezugsquelle für Fragen der Ernährungsbildung sowie für Kunst- und Kulturprojekte in Schule und Hochschule wie auch in Institutionen außerhalb von Schulen dienen. Es kann Ideengeber für Fachleute sein, die Ihr Gebiet, sei es beispielsweise Pädagogik Gesundheitsbildung oder Geschichte mit Hilfe der Küche einmal anders sehen wollen. Darüber hinaus ist es ein informatives und unterhaltsames Lesebuch für kulinarisch interessierte Menschen, die mehr über den „Tatort Küche“ erfahren wollen.
Die Küche als Lebens- und Erfahrungsraum, herausgegeben von Manfred Blohm, Sara Burkhardt, Christine Heil, 248 S., 14,80€ (Hardcover mit Farbabb.), Flensburg University Press 2009, ISBN 978-3-939858-12-6
Quelle pressrelations.de