Bahnbrechende Methode gegen übermäßiges Schwitzen

Aug. 23, 2007

Jeder kennt das: An schwülen Sommertagen rinnt der Schweiß in Strömen. Was aber, wenn Betroffene ständig schwitzen? Dr. Vincenzo Penna, Assistenzarzt der Abteilung Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Freiburg, weist erstmals in einer Studie nach, dass durch Absaugung im Bereich der Achselhöhlen tatsächlich Schweißdrüsen entfernt werden können und somit übermäßiges Schwitzen unter Erhalt der natürlichen Temperaturregulation behandelt werden kann.
Für manche Menschen wird jede Bewegung zum Spießrutenlauf, jede Handlung erzeugt peinliche Schweißflecken unter den Achseln. Oft versuchen Betroffene, die Körperstellen abzupudern oder mit Einlagen zu trocknen – doch nichts hilft. Ärzte nennen diese übermäßige Schweißproduktion axilläre Hyperhidrose. Dafür kommen verschiedene Ursachen in Frage, viel versprechende Behandlungsmöglichkeiten gab es bisher wenige.
Effiziente Methode: Schweißdrüsenabsaugung
Viele Ärzte setzen bereits auf die Absaugung von Schweißdrüsen. Dr. Penna: „Bei der axillären Hydradenosuktion saugt der Plastische Chirurg mit einer schmalen Kanüle überschüssige Schweißdrüsen ab. Es bleibt jedoch ein Teil der Schweißdrüsen erhalten, sodass eine natürliche Restfunktion erhalten bleibt.“ Trotz zufriedener Patienten lagen bisher keine Studien vor, die belegten, dass bei der Absaugung tatsächlich effektiv Schweißdrüsen entfernt werden. Diese Lücke schloss jetzt das Universitätsklinikum Freiburg. Dr. Penna: „Wir konnten in unserer Studie die abgesaugten Schweißdrüsen nachweisen. Patienten schwitzen nach der Absaugung deutlich weniger, die Schweißabsonderung reguliert sich auf ein Normalmaß.“
Weitere Methoden: Botox und Chirurgie
Abhilfe bei übermäßigem Schwitzen schafften bisher zwei Methoden: Botolinuminjektionen (Botox) oder ein chirurgischer Eingriff. Verhältnismäßig schonend stoppen Botoxinjektionen den Schweißfluss. Leider wirkt diese Behandlung nur vorübergehend und muss etwa halbjährlich wiederholt werden – eine leider doch ziemlich schmerzhafte Prozedur.
Nachhaltig hilft Betroffenen ein chirurgischer Eingriff. Dabei entfernt der Operateur durch einen großen Schnitt in der Achselhöhle überschüssige Schweißdrüsen. Wie bei jeder größeren Operation können auch hier verschiedene Komplikationen auftreten. Zudem muss sich der Patient auf größere Narben einstellen.
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Die Abteilung Plastische und Handchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg besteht seit Januar 1997 als eigenständige Abteilung und wurde 1993 als erste solche Universitätsabteilung in Baden-Württemberg eingerichtet. Unser erstes Ziel ist eine optimale Patientenversorgung, und die Ausbildung von Studenten und Ärzten.
Nähere Informationen unter:
www.plastische-chirurgie-freiburg.com
Quelle (openPR)

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